Blog: Hohe Kraftstoffpreise: Kurzfristige Entlastungen mit langfristiger Strategie verbinden
Infolge stark angestiegener Spritpreise stehen weitreichende Entlastungen für Autofahrer:innen zur Debatte. Sozialpolitisch ist es wichtig, dass Hilfe dort ankommt, wo sie benötigt wird. Zugleich darf sie weder das Marktsignal zum Spritsparen schwächen, noch den langfristigen Umbau hin zu einem Verkehrssystem frei von fossilen Energieträgern bremsen. Preisschwankungen – mit einer allgemeinen Tendenz nach oben – sind bei Kraftstoffen auf Basis von Erdöl nichts Neues. Doch der Preisanstieg von bis zu 20 Prozent für Super E10 und über 30 Prozent für Diesel seit Beginn des Iran-Kriegs stellt viele Verbraucher:innen vor wachsende Herausforderungen. Zwar ist ungewiss, wie lange der Konflikt noch andauern wird, aber der Wiederaufbau der Ölindustrie und Lieferketten wird nach einem Konfliktende voraussichtlich mehrere Monate erfordern. Der Ruf nach finanziellen Entlastungen ist deshalb nachvollziehbar. Die Vorschläge reichen von einer weiteren Anhebung der Pendlerpauschale über Energiesteuersenkungen bis zu Entlastungen bei der Kfz-Steuer. Gleichzeitig sollten aber andere Mittel ausgeschöpft werden, um den Kostendruck zu reduzieren. Das heißt vor allem: Sprit sparen und die strategischen Ölreserven insgesamt nicht weiter anzapfen. Sprit sparen schont den Geldbeutel und stärkt die Volkswirtschaft (....)
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