Blog: Wenn Lieferketten zur kritischen Infrastruktur werden – Teil 1: Handlungsfähig bleiben, wenn die Krise noch keinen Namen hat
Von Prof. Dr. Hanno Friedrich, Tobias Palm, MLB, MSc, BA und Dr. Ole Hansen Wenn die Krise noch keinen Namen hat Krisen treffen Unternehmen selten isoliert. Ein Stromausfall ist nicht nur ein Energieproblem. Ein Cyberangriff ist nicht nur ein IT-Problem. Eine Störung im Verkehrssystem ist nicht nur ein logistisches Problem. In modernen Wertschöpfungsnetzwerken greifen Energie, Transport, IT, Produktion, Personal, Kommunikation und Versorgung so eng ineinander, dass der Ausfall eines Bereichs schnell Auswirkungen weit über den ursprünglichen Störungsort hinaus haben kann. Genau deshalb gewinnt das Thema Kritische Infrastrukturen – kurz KRITIS – für Unternehmen, Logistik und Supply Chain Management an Bedeutung. Während KRITIS lange vor allem als Aufgabe des Staates, großer Betreiber oder regulierter Infrastruktursektoren verstanden wurde, zeigt sich in der Praxis: Auch Unternehmen, die formal nicht immer im Zentrum der Regulierung stehen, können für die Versorgungssicherheit entscheidend sein. Das gilt besonders dort, wo Güter des täglichen Bedarfs produziert, transportiert, gelagert oder verteilt werden und dafür Energie, Daten, Infrastruktur und Dienstleistungen zuverlässig verfügbar sein müssen. (....)
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