Meinung: Ein hartnäckiger Energiepreisschock (Autor: Dr. Dirk Schumacher)
Der durch den Krieg im Nahen Osten ausgelöste Energiepreisschock wird stärker und nachhaltiger ausfallen als wir dies zu Beginn des Krieges in unserem Basis-Szenario angenommen hatten. Wir revidieren deshalb unsere Wachstumsprognose für Deutschland für das Jahr 2026 auf nur noch 0,9 % (0,6 % ohne Kalendereffekt), gegenüber einer Vorkriegsprognose von 1,5 %. Wir unterstellen hierbei, dass die Straße von Hormus im Laufe des April wieder graduell passierbar wird. Eine längere Blockade würde die Rezessionsgefahr deutlich steigen lassen. Eine langsamere Normalisierung Der Krieg im Nahen Osten zieht sich nun in seine fünfte Woche, und es herrscht nach wie vor große Unsicherheit, unter welchen Umständen es wieder zu einer freien Durchfahrt durch die Straße von Hormus kommen wird. Äußerungen der US-Regierung legen jedoch nahe, dass ein baldiges Ende von amerikanischer Seite nun präferiert wird. In unserem Basis-Szenario unterstellen wir deshalb ein Ende der Blockade im Laufe des Aprils und eine sehr graduelle Normalisierung des Öl- und Gaspreises (Tabelle). Aufgrund von Zerstörungen an der Energieinfrastruktur werden die Energiepreise allerdings selbst bis Ende 2027 nicht auf das Vorkriegsniveau fallen. (....)
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Stichwörter: KfW, Energiepreisschock, Krieg im Nahen Osten, Straße von Hormus, BIP‑Wachstumsprognose, Öl‑ und Gaspreise, Einkommenseffekt, Blockade, Nachfrageelastizität, Inflation, EZB‑Zinserhöhungen