Pressemitteilung: 5,1 Milliarden Euro Gesundheitskosten durch Straßenverkehrslärm: Deutsche Umwelthilfe fordert Grenzwerte und Stopp von künstlich erzeugtem E-Auto-Lärm

• Umweltbundesamt veröffentlicht neue Zahlen: Straßenlärm verursacht jährlich so hohe Kosten wie Bund seit 1978 in Lärmschutz investiert hat
• Bund, Länder und Kommunen nutzen das Instrument der Lärmaktionsplanung nur unzureichend
• DUH fordert bundesweit verbindliche Grenzwerte, wirksame Lärmaktionspläne und ausreichend finanzierte Schutzmaßnahmen
Berlin, 5.3.2026: Straßenverkehrslärm verursacht in Deutschland jährlich Gesundheitskosten in Höhe von 5,1 Milliarden Euro. Das zeigen neue Berechnungen des Umweltbundesamtes. Zum Vergleich: Seit 1978 hat der Bund insgesamt nur etwas mehr als 5 Milliarden Euro für den Lärmschutz an Straßen ausgegeben – also weniger als die heutigen jährlichen Folgekosten. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert angesichts dieser dramatischen Zahlen ein grundlegendes Umdenken beim Lärmschutz. Bund, Länder und Kommunen haben bisher keine wirksame Strategie zur Reduktion von Straßenverkehrslärm. Es fehlen bundesweit verbindliche Grenzwerte ebenso wie ausreichende Finanzmittel für konsequente Schutzmaßnahmen. Auch Maßnahmen zur Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs werden nicht ausreichend genutzt.
Dazu DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch: „Straßenverkehrslärm macht jedes Jahr tausende Menschen krank und verursacht Kosten in Milliardenhöhe – dennoch behandeln Bundesregierung, Länder und Kommunen das Problem weiterhin als Nebensache. Statt wirksamen Schutz zu gewährleisten, bleibt es bei unverbindlichen Schwellenwerten und unzureichender Finanzierung. Es braucht endlich bundesweit einheitliche und verbindliche Grenzwerte, damit Lärmaktionspläne wirksame Maßnahmen zur Folge haben. In sieben laufenden Klageverfahren gehen wir bereits juristisch gegen unzureichende Lärmaktionspläne vor.“ (....)

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Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.

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Studie: HANDBUCH UMWELTKOSTEN - METHODENKONVENTION 4.0

Kategorie(n): Gesundheit & Umwelt