Pressemitteilung: Al-Wazir „Schiene ist zentrales Rückgrat unserer Volkswirtschaft““ - Parlamentarischer Abend der Parlamentsgruppe Schienenverkehr im Deutschen Bundestag
Berlin, 16. April 2026 – Bei der DVF-Veranstaltung der Parlamentsgruppe Schienenverkehr (PG Schiene) im Deutschen Bundestag hat Tarek Al-Wazir MdB, Vorsitzender des Verkehrsausschusses, Vorsitzender der Parlamentsgruppe Schienenverkehr im Deutschen Bundestag, gesagt: „Die Schiene ist kein Nischenthema, sondern das zentrale Rückgrat unserer Volkswirtschaft, Standortfaktor und wichtig für das Funktionieren unserer Gesellschaft. Aber das Schienennetz ist überlastet und sanierungsbedürftig – es fehlen Puffer und Redundanzen. Deshalb sind verschiedene Maßnahmen eingeleitet worden, die Schiene wieder leistungsfähig zu machen. Diese müssen jetzt auch umgesetzt werden.“ Al-Wazir zählte dazu die Generalsanierung und den Investitionshochlauf als eine der wesentlichen Maßnahmen. Aber auch die Strukturen innerhalb des Bahnkonzern und der InfraGo müssten effizienter werden. Allerdings würde die Überlastung durch die Sanierung nicht behoben, daher sei Neu- und Ausbau nötig: „Im Bundeshaushalt sind etwa 2,5 Milliarden Euro jährlich für Neu- und Ausbau eingeplant, das ist eindeutig zu wenig. Aus dem Sondervermögen könnte viel mehr Geld in die Schiene fließen, wenn es die Bundesregierung richtig einsetzen würde. Das Sondervermögen hat eine Laufzeit von 12 Jahren, ich hoffe auf eine Korrektur. Außerdem müssen wir für die Zeit nach dem Sondervermögen eine verlässliche Finanzierung der Schiene sicherstellen.“ An der Veranstaltung nahm auch die Vorstandsvorsitze der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla teil. In ihrem Einführungsstatement sagte sie: „Der Aufbruch auf der Schiene braucht keine großen Ankündigungen, sondern konkrete Verbesserungen für die Menschen in Deutschland. Dafür setzen wir drei Sofortprogramme für ein besseres Reiseerlebnis um. Den Grundstein für eine nachhaltige Qualitätswende im Netz legen wir in diesem Jahr mit Rekordinvestitionen zusammen mit dem Bund. Jetzt gilt es, dranzubleiben. Bund, Branche und Bahn müssen gemeinsam Verantwortung übernehmen, damit wir zusammen die beste Eisenbahn Europas werden.“ Die Bahn-Chefin zeigte am Beispiel der Pünktlichkeit, wie angespannt die Lage ist. Die Pünktlichkeit im Fernverkehr der DB AG sei von 82 Prozent im Jahr 2020 auf 60 Prozent in 2025 abgefallen. Verbesserungen brauche es jetzt. Mit Blick auf die Finanzierung sagte Palla, es gebe einen Investitionsrückstau von 130 Milliarden Euro und unterstrich, dass es neben einer ausreichenden Finanzierung vor allem auch tiefgreifende, spürbare und konsequente Veränderungen brauche. Zur Ehrlichkeit gehöre, dass man mit zehn Jahren Sanierung rechnen müsse, die Bahn aber mit Sofortmaßnahmen unter anderem für mehr Sicherheit und Sauberkeit schon jetzt Verbesserungen spürbar mache. (....)
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