Pressemitteilung: Anwendungsorientiertes Konzept zur Umsetzung von Digitalen Zwillingen für Brückenbauwerke

Straßenbrücken sind wesentliche Bestandteile der Verkehrsinfrastruktur des Bundes. Angesichts zunehmender Alterung, steigender Verkehrslasten und klimatischer Einwirkungen ist es erforderlich, die bestehende reaktive Erhaltungsstrategie in ein prädiktives Lebenszyklusmanagement zu überführen. Als wirkungsvolles Werkzeug soll der Digitale Zwilling eine frühzeitige Schadensidentifikation, eine optimierte Erhaltungsplanung, die Reduzierung von Sperrzeiten und eine Verlängerung der Lebensdauer ermöglichen. Im Auftrag der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) wurde ein modulares Gesamtkonzept für eine praxisnahe und schrittweise Umsetzung des Digitalen Zwillings Brücke entwickelt.
Aufgabenstellung
Mit dem Masterplan BIM Bundesfernstraßen verfolgt der Bund das Ziel, ab 2026 BIM-Regelprozesse flächendeckend einzuführen und langfristig Digitale Zwillinge für die Betriebsphase zu etablieren. Dadurch soll der Übergang vom reaktiven zum prädiktiven Lebenszyklusmanagement von Brückenbauwerken ermöglicht werden. Der Digitale Zwilling Brücke bildet das reale Bauwerk digital ab und tauscht Informationen sowie Daten mit diesem aus, um optimierte Entscheidungen im Lebenszyklus, beispielsweise in der Erhaltungsplanung und -durchführung, eines Bauwerks zu ermöglichen. Er gilt als Schlüsseltechnologie, um heterogene Datenquellen zu integrieren, unterschiedliche Anwendungsfälle abzubilden und Bauwerksinformationen prognosebasiert bereitzustellen. Im Auftrag der BASt wurde von der HOCHTIEF ViCon GmbH, der Ruhr-Universität Bochum und der TU Dresden ein modulares Konzept entwickelt, das verschiedene Ausbaustufen des Digitalen Zwillings Brücke berücksichtigt und damit eine zielgerichtete Umsetzung des Digitalen Zwillings in die Praxis unterstützt. Hierbei waren insbesondere der Anwendungsbezug zu stärken sowie die Sichtweisen, Anforderungen und Ideen der Anwendenden in die Entwicklung einzubeziehen.
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Quelle: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)

Stichwörter: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), Digitale Zwillinge, Brückenbauwerke, Lebenszyklusmanagement, prädiktive Wartung, BIM, Erhaltungsplanung, Betriebsphase, Schadensidentifikation, Instandhaltungsstrategie, Infrastruktur, Forschung, HOCHTIEF ViCon

Kategorie(n): Forschung & Transfer