Pressemitteilung: Auswirkungen eines steigenden Ölpreises auf die deutsche Wirtschaft

Der eskalierende Konflikt im Nahen und Mittleren Osten hat gravierende Implikationen für die wirtschaftliche Entwicklung.
Ein Anstieg des Ölpreises auf 100 US-Dollar pro Barrel der Sorte Brent wäre mit Kosten für die deutsche Wirtschaft in Höhe von 0,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2026 und 0,6 Prozent im Jahr 2027 verbunden. Insgesamt wäre das ein Verlust an Wirtschaftsleistung in Höhe von etwa 40 Milliarden Euro über zwei Jahre.
Der US-israelische Krieg mit dem Iran löst zahlreiche Reaktionen in der Region aus, die einen raschen Anstieg der geopolitischen Unsicherheit befeuern samt erneuter Diskussion um eine drohende Energiepreiskrise und die Implikationen verschiedener Ölpreisszenarien.
Wenngleich die USA der größte Erdölproduzent weltweit sind, stehen die Länder des Mittleren Ostens für fast ein Drittel der globalen Erdölproduktion, wobei ein Zehntel allein auf Saudi-Arabien entfällt (Energy Institute, 2025). Zudem liegt in der Region mehr als ein Viertel der globalen Produktion von Flüssiggas (liquefied natural gas, LNG). Somit ist der Mittlere Osten ein wichtiger Anbieter fossiler Brennstoffe, die nicht nur für die Herstellung von Treibstoff unverzichtbar sind, sondern auch in den Herstellungsprozessen vieler energieintensiver Produkte eingesetzt werden. Zudem spielen Erdöl und Erdgas eine wichtige Rolle als Rohstoffe in der chemischen Industrie und werden für die Herstellung einer Vielzahl von Konsum- und Investitionsgütern benötigt. (....)

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Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW Köln)

Stichwörter: Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW Köln), Ölpreisanstieg, deutsche Wirtschaft, BIP‑Verluste, Nahostkonflikt, Energiemärkte, Brent‑Ölpreis, Wirtschaftssimulation, Inflationsdruck, Dieselpreise, globale Ölproduktion, Außenhandel, geopolitische Unsicherheit, Transportkosten, fossile Brennstoffe

Kategorie(n): Märkte & Konjunktur