Universität Oldenburg an EU-Forschungsprojekt zum nachhaltigen Güterverkehr beteiligt / Oldenburg. Viele Städte der Nordsee-Region sind von Kanälen durchzogen, auf denen Schiffe früher auch innerorts Güter und Personen transportierten. Doch mittlerweile lohnt sich das wirtschaftlich meist nicht mehr, vor allem aufgrund der hohen Personalkosten. Im Projekt AVATAR („Nachhaltiger städtischer Güterverkehr mit autonomen Null-Emissions-Schiffen“), an dem die Universität Oldenburg beteiligt ist, soll nun untersucht werden, ob autonome Transportsysteme auf den kleinen Binnenwasserstraßen rentabel sind. Das Oldenburger Team um den Informatiker Prof. Dr.-Ing. Axel Hahn entwickelt ein Kontrollzentrum, um den robotischen Schiffsverkehr zu überwachen. Das Budget des Gesamtprojekts beträgt in den kommenden drei Jahren rund 1,9 Millionen Euro, etwa die Hälfte trägt das Europäische Interreg-Programm „Nordsee“. Insgesamt sind sieben Partner aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien beteiligt, die Leitung liegt bei der Regionalen Entwicklungsagentur Ostflandern in Gent (Belgien).