Pressemitteilung: Bahnstrecke Hannover–Hamburg: Niedersachsen kritisiert Berliner Pläne
Tonne: „Wer diesen Weg beschließt, übernimmt auch die Verantwortung dafür“ Nach der Verständigung der Verkehrspolitiker der Koalitionäre im Bund auf eine Beschlussvorlage für eine Entschließung zum weiteren Vorgehen bei der geplanten Neubaustrecke Hannover–Hamburg bekräftigt Niedersachsen seine Kritik an den Planungen. Die von Niedersachsen mehrfach vorgelegten Vorschläge für einen schnellen Kapazitätsausbau auf der bestehenden Strecke finden aus Sicht des Landes darin nicht ausreichend Berücksichtigung. Niedersachsens Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne: „Wir brauchen dringend mehr Kapazität auf der Schiene zwischen Hannover und Hamburg. Aber wir brauchen sie nicht irgendwann nach 2050, sondern so schnell wie möglich. Genau dafür hat Niedersachsen konkrete Vorschläge gemacht. Wir wollten die anstehende Generalsanierung nutzen, den bestehenden Engpass angehen und Schritt für Schritt zusätzliche Kapazitäten schaffen. Dieser Ansatz ist nicht aufgegriffen worden. Stattdessen soll nun ein Projekt mit Kosten von weit mehr als zehn Milliarden Euro weitergeplant werden, dessen Inbetriebnahme selbst unter günstigen Annahmen frühestens für 2050 erwartet wird. Wenn der Bundestag diesen Weg beschließt, übernimmt der Bund damit auch die Verantwortung für die Konsequenzen: für die Finanzierung, für den Zeitplan, für die fehlende Akzeptanz in der Region, für das Nicht-Erreichen der Klimaschutzziele in den 40er Jahren und vor allem dafür, dass der schlechte Zustand im Bahnnetz der betroffenen Region 20 bis 30 Jahre so bleiben wird. (....)
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