Pressemitteilung: Barrierefreiheit oft mit großen Hürden
ADAC testet Bus- und Tram-Haltestellen für Mobilitätseingeschränkte und Blinde in zehn deutschen Städten / Die größte Hürde bleibt der Einstieg / Haltestellen für Blinde häufig schwer auffindbar Wer im Rollstuhl sitzt, mit Rollator oder Kinderwagen unterwegs ist bzw. sehbehindert ist, sollte sich problemlos mit Bus oder Tram fortbewegen können. Denn der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) muss grundsätzlich barrierefrei sein, diese gesetzliche Vorgabe gilt seit 1. Januar 2022. Der ADAC hat daher in ganz Deutschland getestet, wie es um die Barrierefreiheit tatsächlich bestellt ist. Das Ergebnis ist gemischt: Vielerorts gibt es bereits stufenlose Haltestellen, oft fehlt es aber an elementaren Dingen wie Orientierungshilfen und barrierefreien Zugängen. Die buchstäblich größte Hürde für Menschen mit Einschränkungen ist oft der Einstieg in Busse oder Trambahnen. Regelwerke empfehlen, dass der Abstand zwischen Bordsteinkante und Fahrzeug maximal fünf Zentimeter in der Waagrechten und in der Höhe (sog. Spaltmaß) betragen sollte. Dann könnten viele Mobilitätseingeschränkte selbstständig einsteigen und wären nicht auf eine Rampe angewiesen, die oft erst umständlich ausgeklappt werden muss. Nur gut 20 Prozent der untersuchten Anfahrten von Straßenbahnen erfüllten diese Maße, und sogar nur 3 Prozent aller Busse hielten passgenau. (....)
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Quelle: Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V. (ADAC)
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