Pressemitteilung: Batteriewechsel für Lkw ist tragfähiges Konzept
Zweijährige Erprobungsphase der ersten automatisierten Batteriewechselstation für E-Lkw in Europa war erfolgreich Die Umstellung auch des Schwerlastverkehrs von Diesel auf elektrisch in Europa ist machbar und im Hinblick auf die Klimakrise geboten. Ein Baustein dazu können neben Schnellladesäulen auch Wechselstationen für standardisierte Batterien von E-Lkw sein, platziert an strategisch ausgewählten Orten an Autobahnen und Logistikzentren. Dies ist das zentrale Ergebnis des Forschungsprojekts „eHaul“ an der TU Berlin, dessen verlängerte Praxisphase nun zu Ende gegangen ist. Das Nachfolgeprojekt UniSwapHD hat bereits eine DIN-Norm für Batteriewechselsysteme auf den Weg gebracht. „Wir haben eigentlich etwas gemacht, was in der Industrie nicht üblich ist. Dort wird ein Prototyp erstmal im Labor dauerbelastet, um seine Praxistauglichkeit zu testen. Wir sind gleich damit in die Praxis gegangen“, erklärt Prof. Dr. Stefanie Marker, Hochschuldozentin für Mobile Energiespeicher am Fachgebiet Elektrische Energiespeichertechnik der TU Berlin. Dafür seien ihre Ergebnisse jetzt auch besonders aussagekräftig. Das Wichtigste: Der vollautomatisierte Wechsel der Batterien von in Europa zugelassenen, schweren E-Nutzfahrzeugen ist im Praxisbetrieb innerhalb von wenigen Minuten möglich. Damit stellt der Batteriewechsel eine relevante Ergänzung zum Schnelladen dar, das bei Lkw deutlich länger dauert und sehr große Ladeleistungen erfordert. Zudem stockt der Netzausbau und somit ist die für das Schnelladen nötige Leistung nicht überall verfügbar. (....)
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