Pressemitteilung: Bund muss Wettbewerb auf der Schiene steuern - Allianz pro Schiene fordert klare Regeln mit Fokus auf Deutschlandtakt
Berlin, 10.06.2026. Die Allianz pro Schiene fordert die Bundesregierung dazu auf, zügig Leitplanken für einen geregelten Wettbewerb im Fernverkehr auf der Schiene zu definieren. Der Vorstoß des Eisenbahnunternehmens Italo für eine langfristige Trassensicherung weist dem gemeinnützigen Verkehrsbündnis zufolge auf eine problematische Regelungslücke hin. Eine Einzelfallentscheidung ohne eine Strategie für die Entwicklung des Angebots im Schienenfernverkehr berge das Risiko, den seit vielen Jahren geplanten Deutschlandtakt mit besseren Verbindungen für Menschen im ganzen Land nachhaltig zurückzuwerfen. „Wir brauchen hier ein klares Zielbild und die ordnende Hand des Staates“, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene“, Dirk Flege, am Mittwoch in Berlin. „Der Bundesverkehrsminister ist gefragt, den Wettbewerb strategisch zu koordinieren, damit den Reisenden keine Nachteile entstehen.“ Flege betonte, dass Wettbewerb auf der Schiene kein Selbstzweck sein dürfe: „Wettbewerb auf der Schiene ist dann gut, wenn er ein besseres Angebot für Reisende schafft. Im Regionalverkehr gibt es klare Regeln, hier sorgen die Bundesländer für ein flächendeckendes Angebot aus einem Guss. Auf Bundesebene haben wir solche Regeln bislang nicht. Ein unkoordiniertes Angebot von mehreren Anbietern für Bahnreisende im Fernverkehr würde aber mehr Schaden als Nutzen bringen, übrigens auch, weil der Ticketkauf nochmal komplizierter werden würde.“ (....)
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