Pressemitteilung: CBAM gewinnt an Schärfe: Erster Zertifikatspreis veröffentlicht

Mit der erstmaligen Veröffentlichung eines CBAM-Zertifikatspreises konkretisiert sich der europäische CO₂-Grenzausgleich deutlich. Für Unternehmen wird damit sichtbar, welche finanziellen Auswirkungen künftig auf Importe zukommen könnten.
Erster CBAM-Preis setzt neue Orientierung
Die Europäische Kommission hat am 7. April 2026 erstmals den Preis für Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM)-Zertifikate veröffentlicht. Für das erste Quartal 2026 liegt dieser bei 75,36 Euro je Tonne CO₂. Grundlage ist der gewichtete Durchschnitt der Zuschlagspreise aus den Auktionen des europäischen Emissionshandels. Im laufenden Jahr 2026 werden die Preise quartalsweise veröffentlicht; ab 2027 ist eine wöchentliche Veröffentlichung vorgesehen.
Keine sofortige Zahlungspflicht, aber klare Signale
Mit dieser ersten Veröffentlichung wird der europäische CO₂-Grenzausgleich deutlich greifbarer. Zwar entsteht daraus noch keine sofortige Zahlungspflicht. Nach den Vorgaben der Kommission werden CBAM-Zertifikate für die Einfuhren des Jahres 2026 erst ab Februar 2027 über die gemeinsame zentrale Plattform erworben. Gleichwohl markiert der erste Preis einen wichtigen Schritt: Der Mechanismus verlässt damit endgültig die Phase bloßer Erwartung und wird zu einer konkret bezifferbaren wirtschaftlichen Größe.
Definitive Phase seit 2026: Anwendungsbereich bleibt breit (....)

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Quelle: Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME)

Stichwörter: Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), CBAM‑Zertifikatspreis, EU‑CO₂‑Grenzausgleich, Emissionskosten für Importe, ETS‑Kopplung, autorisierte CBAM‑Deklaranten, Auswirkungen auf Lieferketten, administrativer Aufwand, Schwellenwert‑Ausnahme, Beschaffungsstrategien, Transparenz der CO₂‑Kosten

Kategorie(n): Gesundheit & Umwelt, Märkte & Konjunktur