Pressemitteilung: China verlangt umfassende Sicherheiten für Kredite an Entwicklungsländer

Chinas Staatsbanken verlangen für Kredite an Schwellen- und Entwicklungsländer oft umfangreiche Sicherheiten, die über die typische Absicherung zwischen Staaten hinausgehen und den Anforderungen privater Geldgeber ähneln. Dies zeigt ein internationales Forschungsprojekt unter Beteiligung des Kiel Instituts für Weltwirtschaft. Demnach erhalten chinesische Banken Zugriff auf liquide und gut kontrollierbare Sicherheiten, wie insbesondere Bargeld auf Sperrkonten in China, die meist aus Rohstofferlösen des Schuldnerlands gespeist werden. Die Geldsicherheiten sind überraschend hoch und entziehen sich weitgehend der öffentlichen Kontrolle der Schuldnerländer oder internationaler Institutionen. Die mit den Krediten finanzierte Infrastruktur wie etwa Flughäfen oder Eisenbahnen wird dagegen nur selten als Sicherheit genutzt.
Die Analyse basiert auf dem neuen Datensatz „How China Collateralizes“, der 620 besicherte Kredittransaktionen chinesischer Staatsbanken mit 158 Kreditnehmern in 57 Ländern im Gesamtwert von 418 Milliarden US-Dollar dokumentiert. Es handelt sich um die bislang umfassendste Untersuchung zur Rolle von Sicherheiten in Chinas staatlicher Auslandsfinanzierung.
• Das Forschungspapier und den Datensatz finden Sie hier: How China Collateralizes (....)

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Quelle: Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel)

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Forschungspapier: How China Collateralizes

Kategorie(n): Märkte & Konjunktur, Neue Publikationen