Pressemitteilung: Damit der Lkw nicht leer fährt – und damit Ressourcen besser genutzt werden

Seit 2021 ist Markus Meßmer Forschungsgruppenleiter am Zentrum für Digitalisierung in Mobilitätssystemen (ZDM) an der DHBW Ravensburg. Nachdem er im Rahmen seiner Arbeit Forschungslücke identifiziert hat, startete er 2022 mit der Arbeit an seiner Doktorthesis, die er gerade erfolgreich an der Universität Aveiro verteidigt hat. Sein Thema war die Auslastungserhöhung von transportlogistischen Lkw. Seine Doktorarbeit ist ein gutes Beispiel, wie an der der DHBW anwendungs- und transferorientiert geforscht wird. Seine Arbeit wurde von zehn Unternehmen mit Daten, Know-how und bei der Praxiserprobung engagiert und vielfältig unterstützt. Ein Ergebnis war neben Publikationen, die bei führenden Konferenzen und Verlagen eingereicht wurden, eine DHBW Patentanmeldung zur Bedarfsauslastung von Frachten. Auch die Studierenden waren im Rahmen der Vorlesung Unternehmensführung eingebunden und haben so von der Forschung profitiert. Und schließlich haben zwei Absolventen, basierend auf den Ergebnissen, ein Start-up gegründet – deepmatics freut sich gerade über die ersten Aufträge.
2021 haben Lkw in Deutschland sage und schreibe 68 Milliarden Kilometer auf den Straßen zurückgelegt. 30 bis 50 % davon allerdings leer und gänzlich ohne Fracht. „Das gibt´s doch nicht“, dachte sich Markus Meßmer und machte die Optimierung der Lkw Auslastungen zum Thema seiner Doktorarbeit. Zur Unterstützung einer Branche unter enormem Kostendruck und für eine nachhaltigere Transportlogistik.
Das Ergebnis der Arbeit ist ein Tool, um zukünftige Fahrten mit geringer Auslastung und Leerfahrten treffsicher vorherzusagen. Im ersten Schritt ging darum, das Gewicht und das Volumen der Fracht mit einfach handhabbaren und günstigen Technologien digital zu erfassen und so eine Optimierung möglich zu machen. Beim Gewicht hatten sich die breit eingesetzten Messverfahren, die auf das Lkw-Bremssystem aufbauen, in den Praxistests als nicht geeignet erwiesen. Doch es gelang Meßmer und seinem Team, durch das Auslesen weniger Daten aus Lkw-Standardschnittstellen eine sehr gut funktionierende Lösung zum Erfassen des mitgeführten Frachtgewichts zu entwickeln. (....)

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Quelle: Duale Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg

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Kategorie(n): Forschung & Transfer, Produkte für die Logistik