Pressemitteilung: Deutsche Auslandsinvestitionen: Seit 2010 mehr als verdoppelt

Deutsche Unternehmen haben den Wert ihrer Direktinvestitionen im Ausland seit 2010 mehr als verdoppelt, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Gründe hierfür sind vermehrt niedrige Produktionskosten im Ausland. Das kann zu Lasten des deutschen Standortes gehen.
Der Bestand an deutschen Direktinvestitionen im Ausland lag im Jahr 2024 (letztverfügbarer Datenstand) bei 1.689 Milliarden Euro. Das zeigt eine vom Auswärtigen Amt geförderte IW-Analyse auf Basis von Daten der Deutschen Bundesbank.
In welchen Ländern deutsche Unternehmen am meisten investieren
Einige der wichtigsten Zielregionen:
• USA: Mit einem Anteil von 27,3 Prozent lagen die Vereinigten Staaten 2024 an der Spitze. Seit 2010 stieg der Wert der deutschen Direktinvestitionen dort um 102 Prozent. Besonders wichtig sind die USA für die deutschen Auslandsinvestitionen in der Chemiebranche: Von insgesamt 118 Milliarden Euro an Auslandsinvestitionen in der Chemie gingen 46,2 Prozent in die Vereinigten Staaten. Die aktuellen Investitionsflüsse fallen allerdings deutlich schwächer aus.
• China: China kam 2024 auf einen Anteil von 6,5 Prozent und lag damit auf Platz drei. Seit 2010 stieg der Wert der deutschen Direktinvestitionen dort um 281 Prozent – stärker als in jedem anderen der wichtigsten Zielländer. Besonders eng ist die Autoindustrie mit China verbunden: 2024 beliefen sich die deutschen Auslandsinvestitionsbestände in der Branche auf 142 Milliarden Euro - rund ein Viertel davon lag in China. In keiner anderen Industriebranche ist der China-Anteil so hoch. (....)

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Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW Köln)

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Kategorie(n): Märkte & Konjunktur, Neue Publikationen