Pressemitteilung: Deutsche Autoindustrie droht bis 2030 über zwölf Millionen produzierte Fahrzeuge und 200.000 Arbeitsplätze zu verlieren

München – Laut einer aktuellen Studie der globalen Strategieberatung Oliver Wyman, einem Unternehmen von Marsh McLennan (NYSE: MMC), bedrohen hohe Zölle, zunehmende geopolitische Spannungen sowie deutliche Nachfrageschwankungen bis 2030 mehr als zwölf Millionen in Deutschland produzierter Fahrzeuge – und damit mehr als 200.000 Arbeitsplätze in der Automobilindustrie.
Besonders hart trifft es deutsche Hersteller: Obwohl ihr Marktanteil weltweit nur 15 Prozent beträgt, entfällt ein Viertel des erwarteten Rückgangs auf sie. Grund dafür sind unter anderem eine im internationalen Vergleich geringere Flexibilität in Produktion und Lieferketten, ein exportorientiertes Geschäftsmodell sowie ein höheres Kostenniveau am Standort Deutschland. In der Folge könnte dies im Jahr 2030 einen Ergebnisrückgang von knapp 75 Prozent gegenüber 2024 für deutsche Hersteller bedeuten. Zulieferer sind im Vergleich etwas resilienter aufgestellt – sie befinden sich vielerorts bereits seit Jahren im Krisenmodus und haben dadurch früher und konsequenter Effizienz- und Anpassungsmaßnahmen umgesetzt.
„Die Gefahr ist real: Wenn wir jetzt nicht handeln, verlieren wir in Deutschland nicht nur Marktanteile, sondern auch einen entscheidenden Teil unserer industriellen Basis“, warnt Simon Schnurrer, Partner bei Oliver Wyman. „Marken, Produktqualität und Service sind noch immer starke Assets deutscher OEMs – aber das allein reicht nicht mehr, um in einem von geopolitischen Spannungen und Handelsbarrieren geprägten Umfeld zu bestehen.“ (....)

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Quelle: Oliver Wyman GmbH

Stichwörter: Oliver Wyman GmbH, Deutsche Autoindustrie, Zölle, geopolitische Spannungen, deutliche Nachfrageschwankungen, zwölf Millionen in Deutschland produzierter Fahrzeuge, 200.000 Arbeitsplätze

Kategorie(n): Märkte & Konjunktur