Pressemitteilung: Deutschlandticket: Mehr Geld für Bus und Bahn statt Vertriebsbonus für die Größten
Vor der Sitzung des Koordinierungsrats zum Deutschlandticket am 5./6. November warnt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) vor einer Schieflage bei der künftigen Vergütung des Ticketvertriebs. Ein linearer Vertriebsanreiz, der unabhängig von der Zahl der verkauften Abonnements gewährt wird, begünstigt insbesondere die großen Vertriebsunternehmen. Der VRR fordert deshalb, die Vergütung künftig mengenabhängig und gestaffelt auszugestalten. Bundesweit fließen derzeit jährlich mehr als 400 Millionen Euro in den Vertriebsanreiz für das Deutschlandticket. Dieses Geld wird vor der eigentlichen Einnahmenaufteilung berücksichtigt und steht damit nicht mehr für die Finanzierung der Verkehrsleistung zur Verfügung. Angesichts steigender Kosten im öffentlichen Nahverkehr muss deshalb aus Sicht des VRR darauf geachtet werden, dass der Vertrieb angemessen vergütet wird, gleichzeitig aber ein möglichst großer Anteil der Einnahmen für die Finanzierung der eigentlichen Verkehrsleistung zur Verfügung steht. „Das Deutschlandticket darf nicht zur Gelddruckmaschine für wenige große Vertriebsplattformen werden. Natürlich muss guter Vertrieb angemessen bezahlt werden. Aber ein verkauftes Ticket wird nicht mit jedem zusätzlichen Abonnenten genauso teuer im Vertrieb. Diese Skaleneffekte müssen im System ankommen. Jeder Euro, den wir nicht für überproportionale Vertriebsanreize ausgeben, kann dazu beitragen, das eigentliche Produkt zu stärken: einen zuverlässigen und attraktiven öffentlichen Verkehr“, sagt Oliver Wittke, Vorstandssprecher des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR). (....)
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