Pressemitteilung: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im April 2026
• Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft hat sich im ersten Quartal deutlich abgeschwächt. Nach einer kurzen Stimmungsaufhellung zu Jahresbeginn haben sich Erwartungen von Unternehmen und auch von Verbraucherinnen und Verbrauchern wieder eingetrübt. Die Industrie entwickelte sich zuletzt schwach und auch der Bau wies witterungsbedingt deutliche Einbußen auf. Zusätzlich belasten Lieferengpässe und steigende Energie- und Rohstoffpreise die Unternehmen. Konsumnahe Bereiche leiden unter steigenden Preisen, schwacher Nachfrage und Unsicherheiten. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt wesentlich von einer Lösung des Konflikts im Nahen Osten ab. Doch auch dann dürften hohe Energiepreise, Lieferprobleme und wirtschaftliche Belastungen noch länger anhalten. • Die Industriekonjunktur hat sich über die Wintermonate spürbar abgeschwächt. Die Auftragseingänge konnten ihren Aufwärtstrend nach einem deutlichen Dämpfer zu Jahresbeginn im Februar zwar fortsetzen. Die Industrieproduktion entwickelte sich zuletzt jedoch leicht rückläufig. Aufgrund der infolge des Konflikts im Nahen Osten sprunghaft gestiegenen Energiepreise und geopolitischen Unsicherheit deuten die Frühindikatoren auf eine Eintrübung der Industriekonjunktur im zweiten Quartal hin. • Die preisbereinigten Umsätze im Einzelhandel (saisonbereinigt, ohne Kfz) sind im Februar um 0,5% gegenüber dem Vormonat gesunken, nachdem der Januarwert leicht nach unten revidiert wurde. Gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnete der Einzelhandel im Februar ein Plus von 0,7 %. Bei den PKW-Neuzulassungen durch Privatpersonen zeigt sich im März im Vormonatsvergleich ein Anstieg von 5,2 Prozent; in der Dreimonatsbetrachtung hingegen ein Rückgang von 9,3 Prozent. Das Stimmungsbild deutet am aktuellen Rand insgesamt auf eine deutliche Eintrübung der Konsumentwicklung im zweiten Quartal 2026 hin. (....)
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