Pressemitteilung: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im November 2025

Wachstumskurve mit Kugelschreiber symbolisiert die wirtschaftliche Lage.
• Zusammen mit einer leichten Aufwärtsrevision der BIP-Entwicklung im zweiten Quartal weist das Statistische Bundesamt gemäß der Schnellmeldung für das dritte Quartal eine Stagnation des BIP aus. Positive Impulse kamen dabei von der Binnenwirtschaft, insbesondere den Ausrüstungsinvestitionen (Maschinen, Anlagen, Kfz). Rückläufige Exporte infolge der gestiegenen Handelsbehinderungen dürften das BIP-Wachstum dagegen gedämpft haben. Entstehungsseitig dürfte der Dienstleistungssektor das Wachstum erneut leicht gestützt haben, während die Wertschöpfung in der Industrie wie auch im Baugewerbe weiterhin rückläufig gewesen sein dürfte. Aktuelle Frühindikatoren zeichnen ein uneinheitliches Bild, das neben den geopolitischen Spannungen auch von Unsicherheiten bei der Versorgung mit wichtigen Vorprodukten geprägt ist.
• Im September ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe preis-, kalender- und saisonbereinigt um 1,3 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen; im August war sie vor allem in Folge einer Sonderentwicklung in der Automobilindustrie (Werksferien, Produktionsumstellungen) um 3,7 Prozent gefallen. Die Industrieproduktion legte im Vormonatsvergleich um 1,9 Prozent zu, wobei, insbesondere die Produktion von Investitionsgütern um 3,8 Prozent kräftig ausgeweitet wurde. Auch die Energieproduktion entwickelte sich mit +1,3 Prozent positiv, während der Bau rückläufig war (-0,9 Prozent). Im dritten Quartal lag die Produktion im Produzierenden Gewerbe um 0,8 Prozent unter dem Wert des Vorquartals.
• Die preisbereinigten Umsätze im Einzelhandel (saisonbereinigt, ohne Kfz) stagnierten im September gegenüber dem Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnete der Einzelhandel im September ein Plus von 0,2 Prozent, der Handel mit Lebensmitteln legte dabei um 0,3 Prozent zu, während der Umsatz mit Nicht-Lebensmitteln um 0,8 Prozent zurückging. Bei PKW-Neuzulassungen durch Privatpersonen zeigt sich im Oktober im Vormonatsvergleich ein Plus von 2,7 Prozent und in der Dreimonatsbetrachtung eine Zunahme um 9,2 Prozent. Im Vorjahresvergleich lagen die Neuzulassungen durch Privatpersonen um 12,0 Prozent und damit deutlich höher. Das Stimmungsbild deutet am aktuellen Rand insgesamt weiter auf eine eher verhaltene Konsumentwicklung zum Jahresende hin.
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Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Stichwörter: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, wirtschaftliche Lage, BIP, Binnenwirtschaft, Ausrüstungsinvestitionen, Exporte, Inflation, Arbeitsmarkt, Industrieproduktion, Einzelhandel, Arbeitslosigkeit, globaler Handel, geopolitische Spannungen

Kategorie(n): Märkte & Konjunktur