IW-Kurzbericht 26/2026 Die Sperrung der Straße von Hormus hat den Ölpreis nach oben getrieben. Wirklich schwierig ist die Lage aber bei Raffinerieprodukten wie Diesel oder Kerosin. Diese sind weltweit knapp geworden und weisen größere Preissprünge auf als Erdöl. Da dies die Stoffe sind, die den Transportsektor am Laufen halten, ist absehbar, dass diese Preissprünge bei jedem Konsumenten ankommen werden. Seit dem Beginn der Angriffe am Persischen Golf schaut man in Deutschland gebannt auf die Entwicklung der Ölpreise. Erinnerungen an die Ölkrisen der 70er Jahre kommen an vielen Stellen wieder hoch. Dabei ist die Lage heute deutlich anders als vor 50 Jahren. Die gute Nachricht ist: Deutschland und seine Wirtschaft sind heute viel weniger von Erdöl abhängig als damals. Zudem beziehen weder Deutschland noch die europäischen Partner größere Mengen Erdöl vom Golf. Hierzulande besteht also kein physischer Ölmangel. So gesehen ist die Lage für Deutschland besser als in den 70er Jahren. Doch global gesehen ist die Situation deutlich schwieriger als in Europa. (....)
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