Pressemitteilung: DIW-Konjunkturbarometer April 2026: Krieg im Nahen Osten dämpft fragile Erholung

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) ist im April leicht auf 97,9 Punkte gestiegen. Nach dem Vier-Jahres-Hoch im Februar, gefolgt von einem deutlichen Rückgang im März, verharrt der Barometerwert damit weiter unterhalb der neutralen 100-Punkte-Marke, die ein durchschnittliches Wachstum der deutschen Wirtschaft anzeigt. Der seit dem Herbst zu beobachtete Aufwärtstrend ist vorerst zum Erliegen gekommen. Das Barometer liegt aber weiterhin über den Werten des vergangenen Jahres.
Die wirtschaftliche Lage in Deutschland wird derzeit merklich vom Krieg im Nahen Osten beeinflusst. Die Eskalation hat die Unsicherheit an den internationalen Energiemärkten spürbar erhöht; der damit verbundene Anstieg der Öl- und Gaspreise schlägt sich in einem erhöhten Inflationsdruck nieder. Steigende Kosten für Unternehmen, eine geschwächte globale Nachfrage und zunehmende Risiken für internationale Lieferketten prägen aktuell die Stimmung. Auch die reale Kaufkraft der privaten Haushalte wird merklich belastet. All dies dämpft nicht nur die ohnehin schwächelnden deutschen Exporte, sondern zunehmend auch die Dynamik der Binnenwirtschaft, die zuletzt noch stabilisierend gewirkt hatte. Zwar tragen staatliche Maßnahmen in den Bereichen Verteidigung, Infrastruktur und Klimatransformation zur Stabilisierung bei und entfalten schrittweise Wirkung. Diese Effekte werden derzeit jedoch durch die externen Belastungen teilweise überlagert.
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Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin)

Stichwörter: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin), Konjunkturbarometer, Energiemärkte, Lieferketten, Industrieproduktion, Auslandsnachfrage, Energiepreise, globale Nachfrage, Exporte, Konsumklima, Arbeitsmarkt

Kategorie(n): Märkte & Konjunktur

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