Pressemitteilung: eFuel-Gemeinschaft wächst international - Alliance in Österreich gegründet und weitere Produktionsanlage eingeweiht

Wien, 5. November 2021: Heute findet die Gründungsversammlung der eFuel Alliance Austria in Wien statt. Dies ist ein weiterer Meilenstein zur Internationalisierung. Die eFuel Alliance wächst in der EU, mit Mitgliedern aus Italien, Spanien, Griechenland, Belgien, den Niederlanden, Schweden, Dänemark und weiteren Ländern. Aus Wien stößt nun die neu gegründete eFuel Alliance Austria mit rund 100 Mitgliedern aus unserem Nachbarland hinzu.

Ralf Diemer, Geschäftsführer der eFuel Alliance heißt die Kolleginnen und Kollegen aus dem Alpenland herzlich willkommen. In seinem Grußwort auf der Gründungsversammlung heute in Wien betonte er die Bedeutung des Tages: „Wir sind eine wachsende europäische Allianz mit dem Anspruch die gesetzlichen Rahmenbedingungen auf EU-Ebene im Rahmen des Green Deal zugunsten eines fairen Wettbewerbs aller Technologien zu ändern. Das schaffen wir umso besser, je internationaler wir aufgestellt sind. Denn klar ist auch: Mit vernünftigen Rahmenbedingungen in der EU schaffen wir einen Leitmarkt für eFuels, der vor allem von globalen Produktionsstandorten bedient werden kann. Dort wo der Wind deutlich mehr weht und die Sonne deutlich intensiver scheint als hierzulande können zusätzliche Erneuerbare Energien erzeugt werden, um flüssige und gasförmige Kraftstoffe herzustellen, die helfen werden, die Klimaziele in der EU und auf der Welt insgesamt zu erreichen".

Der Chef der neu gegründeten österreichischen e-Fuel-Alliance Jürgen Roth betont: „Wenn Österreich wie vom europäischen Klimagesetz angeordnet bis 2030 seine CO2-Emissionen um 48% reduzieren möchte, kommt es an der raschen Markteinführung von eFuels nicht vorbei". „Wir brauchen beide, E-Mobilität und klimaneutrale Kraftstoffe, das ist kein Entweder-oder, sondern ein Sowohl-als-auch. Beide Technologien schaffen zusammen mehr als eine allein". „Das gilt in noch höherem Maße für Deutschland, wo noch wesentlich mehr CO2-emittierende Stromerzeuger im Netz sind als in Österreich mit seinem hohen Wasserkraftanteil", ergänzt Ralf Diemer.

Die Zahlen sprechen für sich: 1,4 Milliarden Fahrzeuge, 27.000 Flugzeuge, 90.000 Schiffe gibt es derzeit auf der Welt. Selbst wenn all die hochgesteckten Ziele zur Elektrifizierung erreicht werden, sind die Klimaziele nur erreichbar, wenn wir eFuels in industriellem Maßstab global produzieren. Allein in Europa werden im Jahr 2030 mindestens 200 Millionen Personenwagen mit einem Diesel- oder Ottomotor fahren. Die können mit eFuels einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

„Die Industrieländer haben im Kampf gegen den Klimawandel eine besondere Verantwortung", sagte Kanzlerin Angela Merkel auf der 26. Uno-Klimakonferenz, die zurzeit in Glasgow tagt. Deshalb wolle Deutschland bis 2030 insgesamt 65 Prozent der CO2- Emissionen einsparen. Bis 2045 will Deutschland klimaneutral sein.

Der Kampf gegen den Klimawandel ist eine globale Herausforderung und erfordert deshalb globale Lösungen und neue Geschäftsmodelle für Länder, die aktuell noch fossile Kraftstoffe exportieren. Um die ambitionierten Klimaschutzziele zu erreichen und die Energiewende erfolgreich voranzutreiben, braucht es den Einsatz technologischer Innovationen, was nur gewährleistet werden kann, wenn alle Lösungen gleiche Rahmenbedingungen erhalten. So demonstriert die neue österreichische eFuel Alliance die technischen Potentiale, die in der Technologie stecken, und verkündet bis 2022 Europas modernste Power-to-Liquid Anlage in Graz zu errichten. Perspektivisch können in dieser Anlage 240 Million Liter eFuels im Jahr 2030 produziert werden.

Nachdem im letzten Monat bereits die Produktion von eFuels im niedersächsischen Werlte u.a. mit Mitgliedern der eFuel Alliance wie Siemens Energy und Ineratec gestartet wurde, zeigt dies, dass die europäische Industrie in den Startlöchern steht. Es hängt jetzt von der Politik ab, ob der technologische Vorsprung genutzt wird. Eine Industrialisierung der Power-to-X Technologie benötigt geeignete Rahmenbedingungen, die jetzt in Brüssel gesetzt werden müssen. Nur so kann in Zukunft Technologie aus Europa exportiert und eFuels nach Europa importiert werden.

Zahlreiche namenhafte Unternehmen wie Mazda, Maruyama, NGK SPARK PLUG oder Yamabiko aus Japan, HIF aus Chile oder Sunfire, Mabanaft und Deutz aus Deutschland arbeiten neben vielen anderen mit Hochdruck in der eFuel Alliance daran, das riesige internationale Potenzial erneuerbarer Energien weltweit nutzbar zu machen.

Weiterführende Informationen zur eFuel Alliance auf: https://www.efuel-alliance.eu/de  

Der eFuel Alliance mit Niederlassungen in Berlin und Brüssel gehören derzeit bereits über 150 Unternehmen, Institutionen, Verbände sowie Einzelpersonen entlang der gesamten eFuels-Wertschöpfungskette an.

Quelle und Kontakt:

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Weitere Informationen finden Sie unter www.efuel-alliance.eu

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