Pressemitteilung: Einmal erhöhen, dann abwarten – die Fed sollte dem Ölpreis nicht hinterherlaufen
Lena Dräger, Forschungsdirektorin der Gruppe Monetäre Makroökonomie am Kiel Institut für Weltwirtschaft, kommentiert die erwartete Entscheidung der Federal Reserve in den USA, den Leitzins voraussichtlich um 25 Basispunkte anzuheben: Kiel Institute Statement - Lena Dräger „Die Fed sollte den Leitzins am Mittwoch um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent anheben – und es sollte vorerst der einzige Schritt bleiben. Höhere Zinsen senken den Ölpreis nicht. Im siebten Monat des Energiepreisschocks geht es um etwas anderes: um die Zweitrundeneffekte und um erhöhte Inflationserwartungen, gegen die die Geldpolitik sehr wohl etwas ausrichten kann. Maßgeblich ist der Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCE), der sämtliche Konsumausgaben der Haushalte laufend nach deren tatsächlichem Kaufverhalten gewichtet. Auf diese Rate und nicht auf den bekannteren Verbraucherpreisindex bezieht die Fed ihr 2-Prozent-Ziel. Im Juli lag diese Rate jedoch bei 3,7 Prozent, ohne Energie und Nahrungsmittel bei 3,3 Prozent. Zwar liegt die Gesamtrate wegen der Energiepreise über der Kernrate. Dass auch die Kernrate so hoch ist, zeigt jedoch, dass der Schock nicht mehr nur die Energiepreise trifft. Zugleich ist die Geldpolitik bei einem realen Leitzins von gut 0,3 Prozent am kurzen Ende nicht restriktiv, und die Inflationserwartungen der Haushalte liegen laut der Survey of Consumer Expectations der New York Fed seit Monaten deutlich über dem Inflationsziel bei 3,0 bis 3,6 Prozent. (....)
Der vollständige Inhalt dieser Pressemitteilung wird auf unserer Seite nicht angezeigt. Zum Lesen der Mitteilung klicken Sie bitte auf den folgenden Link: