Pressemitteilung: Eisenbahn bekommt stärkere Stimme für die Infrastruktur - VDV gründet Allgemeinen Ausschuss Eisenbahninfrastruktur (AAEI)

Die Eisenbahn in Deutschland steht vor grundlegenden Herausforderungen. Viele Probleme im Eisenbahnverkehr entstehen nicht im täglichen Betrieb, sondern haben ihre Ursache in der Infrastruktur. Vor diesem Hintergrund hat der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) den Allgemeinen Ausschuss Eisenbahninfrastruktur (AAEI) gegründet. Mit Jörg Sandvoß, vormals Konzernbeauftragter für gemeinwohlorientierte Infrastruktur, und Harald Kreft, Head of Infrastructure bei der Hamburg Port Authority, wurden zwei ausgewiesene Experten als Vorsitzende des Ausschusses gewählt, die tiefe Kenntnisse zur bundeseigenen Eisenbahninfrastruktur besitzen aber auch einen klaren Blick für die Bedarfe des nicht-bundeseigenen Netzes einbringen.
Ziel des Ausschusses ist es, den Infrastrukturunternehmen eine stärkere, sichtbare und fachlich fundierte Stimme zu geben. „Über viele Jahre konnten wir das System Eisenbahn vor allem aus Sicht des Betriebes betrachten. Das war möglich, weil die Infrastruktur lange als stabil und zuverlässig galt“, sagt Jörg Sandvoß, Vorsitzender des neuen Ausschusses. „Heute sprechen wir über ein Netz von rund 39.000 Kilometern – nur rund 60 Prozent dieses Netzes elektrifiziert – das an seine Belastungsgrenzen gekommen ist. Zustand, Organisation und Finanzierung der Infrastruktur bestimmen unmittelbar Qualität, Leistungsfähigkeit und Verlässlichkeit der Eisenbahn. Deshalb müssen die Bedarfe der Infrastrukturbetreiber klar benannt und konsequent in politische Entscheidungen einbezogen werden.“ Der AAEI dient als Koordinierungs- und Strategiegremium für infrastrukturelle Fragestellungen im Schienenverkehr.
Die Infrastruktur ist der entscheidende Faktor für das Funktionieren des Eisenbahnsystem und bildet die Grundlage für Personen- und Güterverkehre in ganz Deutschland. Das betrifft sowohl die bundeseigene Schieneninfrastruktur als auch die nicht bundeseigenen Netze. Überlastete Knoten, Baustellen, begrenzte Kapazitäten und komplexe regulatorische Vorgaben prägen zunehmend den Alltag. Der neue Ausschuss setzt genau an dieser Stelle an und ergänzt die bislang nutzerorientierte Betrachtung verstärkt um die der Infrastrukturunternehmen. (....)

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Quelle: Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV)

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