Pressemitteilung: Europa muss noch bessere Anreize für erneuerbaren Wasserstoff setzen
Ariadne-Forschende haben jetzt den EU-Rahmen für den Hochlauf von Wasserstoff analysiert. Dieser Energieträger, erzeugt mit Strom aus erneuerbaren Quellen, soll schwer zu elektrifizierende Bereiche wie die Chemie- oder Stahlindustrie CO2-frei machen. Das Fazit lautet: Durch den fehlenden Einbezug von Methanemissionen und einen unzureichenden CO2-Preis hat das EU-Emissionshandelssystem (EU ETS) nur einen begrenzten Effekt auf den Wasserstoffhochlauf. Damit die Wettbewerbsfähigkeit von erneuerbarem H2 verbessert und damit Emissionen ambitioniert reduziert werden können, braucht es technologiespezifische Instrumente außerhalb des EU ETS. Hintergrund: Bei der herkömmlichen Wasserstoff-Produktion aus Erdgas wird viel CO2 freigesetzt, die Hersteller müssen dafür Emissionsrechte kaufen – und bekommen sie zum Teil gratis zugeteilt, damit sie nicht aus Europa abwandern. Anlass für die Ariadne-Analyse ist die Überarbeitung der EU-Emissionshandelsrichtlinie von 2023 und die damit einhergehenden Auswirkungen auf den Wasserstoffhochlauf. Danach bekommen Hersteller von Wasserstoff unabhängig von der Produktionsart ab 2025 die gleiche Menge an kostenlosen Zertifikaten. Hersteller von H2 mit niedrigen Emissionen, wie zum Beispiel erneuerbarem, grünem Wasserstoff, können nicht benötigte Ausstoßrechte am Markt verkaufen und so ihren Kostennachteil verringern. Diesen Vorteil haben auch Hersteller von kohlenstoffarmem Wasserstoff („low-carbon hydrogen“) aus nicht-erneuerbaren Quellen. Dieser gilt als mögliche Übergangslösung, da er emissionsärmer als konventioneller fossiler Wasserstoff, aber billiger als grüner Wasserstoff ist. (....)
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Quelle: Ariadne Projekt – Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH
Stichwörter: Ariadne Projekt – Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH, Anreize, erneuerbaren Wasserstoff, Hochlauf, Energieträger, elektrifizierende Bereiche, Chemie- oder Stahlindustrie, CO2, Einbezug von Methanemissionen, EU-Emissionshandelssystem (EU ETS)