Pressemitteilung: Exportwachstum der Industrie droht Halbierung bis 2035

Ausfuhren könnten künftig um rund ein Prozent statt bisher zwei Prozent jährlich zulegen.
• Exporte in die USA und China gehen laut Studie langfristig zurück.
• Absatzvolumen in Europa mit 417 Milliarden Euro deutlich größer als in Amerika und Asien
• Frankreich bereits jetzt zweitgrößter Exportmarkt vor China
München, 15. April 2026 – Die Exporte der deutschen Industrie könnten künftig deutlich langsamer wachsen als bisher. Sind sie in den vergangenen zehn Jahren um 2,1 Prozent pro Jahr gestiegen, könnte sich das Wachstum bis 2035 auf 1,3 Prozent jährlich reduzieren, wie eine aktuelle Modellierung von Deloitte zeigt. Entscheidend für den Rückgang ist, dass die Ausfuhren in die beiden größten Märkte – USA und China – langfristig sinken könnten. Exporte in die Vereinigten Staaten gehen nach dieser Prognose um -1,5 Prozent pro Jahr zurück auf 65 Milliarden Euro in 2035, die Ausfuhren nach China um -1,7 Prozent auf 41 Milliarden Euro. Ende 2025 lag das Volumen bei den beiden Ländern bei 76 beziehungsweise 49 Milliarden Euro.
Die volatile Handelspolitik in jüngster Zeit hat der exportorientierten deutschen Industrie erheblich zu schaffen gemacht. Im vergangenen Jahr sind die Ausfuhren in die USA im Vergleich zu 2024 um -13 Prozent und die nach China um -16 Prozent zurückgegangen. China wurde damit als zweitgrößter Absatzmarkt von Frankreich überholt. Die Ausfuhren dorthin lagen 2025 – trotz eines Rückgangs um drei Prozent – mit 50 Milliarden Euro knapp vor China. „Es ist damit zu rechnen, dass auch die Industrieexporte in die Niederlande und Großbritannien die Ausfuhren in die Volksrepublik in wenigen Jahren übersteigen“, sagt Oliver Bendig, Partner und Leiter der Industrie-Beratung bei Deloitte. „Als Industrienation braucht Deutschland ein neues Geschäftsmodell.“ (....)

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Quelle: Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Kategorie(n): Märkte & Konjunktur