Berlin, 19. März 2021. Auf dem deutschen Schienennetz wird es immer enger. Wie die Langfristbilanz des gemeinnützigen Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene zeigt, müssen die Bahnen eine wachsende Verkehrsleistung auf weniger Gleisen bewältigen. Das Schienennetz ist zwischen 1995 und 2019 um fast 15 Prozent geschrumpft. Gleichzeitig wuchsen der Personenverkehr um 41 Prozent und der Güterverkehr sogar um 83 Prozent. „Auf dem deutschen Schienennetz wird es immer enger. An neuralgischen Punkten ist das Gedrängel längst unerträglich“, sagte Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, am Freitag in Berlin. Er warnte davor, sich von den zeitweisen Verkehrsrückgängen während der Corona-Pandemie täuschen zu lassen. „Ohne eine rasche Erweiterung des Schienennetzes droht eine Verstopfung auf Deutschlands Gleisen, wenn die Wirtschaft nach Ende der derzeitigen Krise wieder auf Touren kommt.“