Pressemitteilung: Gegen Trunkenheitsfahrten: Voi entwickelt Reaktionstest für E-ScooterfahrerInnen

Viele Zwischenfälle mit E-Scootern standen in letzter Zeit im Zusammenhang mit regelwidrigen Alkoholgrenzwerten bei den FahrerInnen. Um die Fahrtauglichkeit der NutzerInnen zu kontrollieren, führt Voi eine neue Appfunktion ein. Wer in Köln einen Voi Scooter mieten will, muss zukünftig in den Nachtstunden zunächst einen Reaktionstest machen. Das Feature wurde zunächst in München getestet. Erste Zahlen zeigen, dass nach Absolvieren des Tests in den Abendstunden 20% der NutzerInnen keine Fahrt mehr antreten. Mit wissenschaftlicher Begleitung will Voi Ansätze für einen Branchenstandard liefern.

E-Scooter sind Fahrzeuge, keine Spielzeuge. Deshalb gelten - zum Schutz aller VerkehrsteilnehmerInnen - klare Regeln im Straßenverkehr. Generell sind das dieselben wie für FahrradfahrerInnen: Nicht auf dem Gehweg fahren, auf der richtigen Straßenseite bleiben, Ampeln für Auto und Rad beachten. Eine Ausnahme ist Alkohol. Hier gilt die 0,5-Promillegrenze, wie beim Auto. Wer sich nicht daran hält, riskiert Bußgelder und kann sogar den Führerschein verlieren. “Wir ermahnen alle NutzerInnen zum sicheren Umgang mit unseren Rollern”, erklärt Neele

Reimann-Philipp, Senior Public Policy Managerin bei Voi. “Dazu gehört es, Rücksicht auf andere VerkehrsteilnehmerInnen zu nehmen und die geltenden Alkoholgrenzwerte einzuhalten.”

Wer unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen steht, hat ein beeinträchtigtes Reaktionsvermögen. Dadurch wird die Fähigkeit, auf Gefahrensituationen rechtzeitig reagieren zu können, stark beeinträchtigt. Dazu kommt, dass Betrunkene oft einen riskanteren Fahrstil an den Tag legen und damit nicht nur zum Risiko für sich selber, sondern auch für andere werden.

“Das wollen wir verhindern”, erklärt Reimann Philipp. “Die Flexibilität der E-Scooter macht sie für viele auch nachts zu einer wichtigen Transportalternative. Zum Beispiel für Menschen, die Nachtschichten arbeiten, Personen, die sich alleine auf der Straße unsicher fühlen oder einfach wenn man die letzte Bahn verpasst hat. Ein Taxi kann sich leider nicht immer jeder leisten und die wenigsten sind vollelektrisch. Diese Menschen sind uns sehr wichtig, deshalb sprechen wir uns ganz klar gegen Trunkenheit am Lenker und unverantwortliches Fahrverhalten aus.”

Reaktionstest soll Trunkenheitsfahrten vorbeugen

Zu diesem Zweck hat der schwedische E-Scooterverleiher einen Reaktionstest entwickelt. Der Test ist Teil der App und muss vor jedem Leihvorgang in den Abendstunden absolviert werden. Über die Abfrage haptischer Reaktionszeiten wird ein Kontrollwert für die NutzerInnen bestimmt, anhand dessen Fahrten mit Gefahrenpotential erkannt und vermieden werden können.

Die Funktion wurde zunächst in einigen Städten, darunter in Deutschland München, getestet. Dabei ergab sich, dass von allen Absolventen des Tests in den Abendstunden nur noch 80% eine Fahrt antraten.

Jetzt wird das Feature auch in weitere Städte kommen. Wer in Köln zukünftig auf einen Voi Scooter steigt, muss vor Fahrtbeginn nun zuerst den Reaktionstest durchführen. Die Funktion ist von Donnerstag bis Samstag, jeweils im Zeitraum von 22 bis 5 Uhr morgens aktiviert. “Unsere Erfahrung zeigt, dass die meisten Meldungen zu Fahrten unter Alkoholeinfluss beziehungsweise mit riskantem Fahrverhalten in diesen Zeiträumen stattfinden”, erklärt Reimann-Philipp. “Mit unserem Reaktionstest wollen wir hier gegensteuern.”

Um Funktionen wie den Reaktionstest weiter zu optimieren, arbeitet Voi mit Externen SpezialistInnen zusammen. Binnen der nächsten Monate soll der Reaktionstest einer wissenschaftlichen Einschätzungen von deutschen UnfallchirurgInnen unterzogen werden. “Wir wollen einen Test entwickeln, der NutzerInnen mit eingeschränktem Reaktionsvermögen zuverlässig davon abhält, mit unseren Scootern zu fahren”, erklärt Reimann-Philipp.

Voi investiert in Sicherheit

Zusätzlich möchte Voi alle NutzerInnen für den sicheren und regelkonformen Gebrauch sensibilisieren. “Laut Expertenmeinung ist das Problem oft, dass E-ScooterfahrerInnen sich mit den elektrischen Rollern noch nicht ausreichend auskennen”, erklärt Reimann-Philipp. “Das gilt auch für die geltenden Regeln. Nach nur kurzer Zeit und mit steigender Erfahrung bessert sich die Situation meist sehr schnell.” Um die Schulung der NutzerInnen voranzutreiben, hat Voi die erste digitale Fahrschule für E-Scooter entwickelt. Dort kann man - ähnlich wie beim theoretischen Teil der Führerscheinprüfung - Fragen zum korrekten und regelkonformen Verhalten im Straßenverkehr beantworten. AbsolventInnen erhalten als Anreiz Guthaben für Ihre ersten Trips. In Deutschland haben bereits über 200.000 NutzerInnen teilgenommen.

Reimann-Philipp empfiehlt außerdem, bei jeder Fahrt einen Helm zu tragen, auch wenn dies gesetzlich nicht vorgeschrieben ist. “Über unsere neue ‘Helmet Selfie’ Funktion können NutzerInnen vor der Fahrt einen Selfie schießen - erkennt die AI einen Helm auf dem Kopf des Fahrenden, werden Rabattpunkte gutgeschrieben”, so Reimann-Philipp. Für E-Scooter-Fahranfänger wurde die Voi-App außerdem um einen Anfängermodus erweitert, der die Geschwindigkeit automatisch auf 15 km/h drosselt.

Quelle und weitere Informationen:

Caspar Spinnen                                                                      Kristina Nilsson
Communication DACH                                                       VP Communications
caspar.spinnen(at)voiapp.io                                                kristina.nilsson(at)voiapp.io
+49 176 9527 9215                                                                  +46 73 6911 413