Pressemitteilung: Größenspezifische und räumliche Verteilung von verkehrsbedingten Abrieben und partikulären Emissionen - Forschungsbericht 72 (2025) erschienen

Durch den Einsatz neuer Antriebssysteme rücken abriebbedingte Emissionen im Verkehrssektor weiter in den Fokus. Diese Abriebe gelangen zu großen Teilen als Feinstaub in die Luft, breiten sich in der Umwelt aus und werden vom Menschen eingeatmet. Je kleiner die eingeatmeten Feinstaubpartikel sind, desto weiter können diese in die Atemorgane eindringen und die Gesundheit beeinflussen. Im Schienenverkehr entstehen neben dem Bremsabrieb hauptsächlich Abriebe aus dem Rad-Schiene- und dem Fahrdraht-Stromabnehmer-Kontakt. Insbesondere zu der Vielzahl eingesetzter Bremsbelägen im Schienenverkehr liegen kaum verfügbare Informationen vor.
Ziele dieses Projekts waren, das Wissen über die Partikelgrößenverteilung und die chemischen Zusammensetzung von Abriebemissionen zu vertiefen sowie erste Erkenntnisse über deren Ausbreitung in der Umwelt zu erhalten. Auf Grundlage der Projektergebnisse wurde zudem ein erster Vergleich zwischen Verkehrsträgern angestrebt. Dazu wurden ausgewählte Materialien an Prüfständen untersucht und aktuelle Emissionsfaktoren bestimmt. In verschiedenen Prüfszenarien wurden u. a. PM10 Emissionsfaktoren - d. h. Feinstaubpartikel mit einem aerodynamischen Durchmesser von weniger als 10 Mikrometern (µm) - von 0,11 - 4,21 g/km (Scheibenbremsen), 0,4 – 28,66 g/km (Klotzbremsen), 0,33 – 5,57 g/km (Rad-Schiene Kontakt) und 0,14 – 0,61 g/km (Stromabnehmer-Fahrdraht), ermittelt. Erste Messungen an einem Bahnhof und Ausbreitungsrechnungen lieferten Erkenntnisse zur Feinstaubkonzentration an Bahngleisen und deren Ausbreitung in die Umwelt. (....)

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Quelle: Deutsches Zentrum für Schienenverkehrsforschung (DZSF)

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Forschungsbericht 72 (2025): Größenspezifische und räumliche Verteilung von verkehrsbedingten Abrieben und partikulären Emissionen

Kategorie(n): Forschung & Transfer, Neue Publikationen