Pressemitteilung: Handel auf einem globalen Markt: Wie Deutschland Abhängigkeiten bei grünen Energieträgern vorbeugen kann

Deutschland sollte sich bei sauberen Energiegütern nicht zu abhängig von Ländern machen, deren Marktanteile in diesem Bereich wachsen – allen voran China. Wie schädlich das potenziell sein kann, hat die Gaskrise in Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine gezeigt. Forschende des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Kopernikus-Projekts Ariadne stellen in einem neuen Report erstmals Zusammenhänge zwischen politischen Maßnahmen und spezifischen Marktversagen für saubere Energiegüter her.
Saubere Energiegüter, also Technologien wie Solarmodule und die für ihre Herstellung benötigten Rohstoffe, sind laut Autoren zukünftig nicht nur wichtig für den Klimaschutz, sondern auch für das Wirtschaftswachstum. „2023 machten saubere Energiegüter 10 Prozent des Wachstums des globalen Bruttoinlandsprodukts aus. Für Deutschland gilt deshalb, aus der Abhängigkeit von russischem Gas zu lernen und sich bei grünen Technologien künftig nicht von China abhängig zu machen“, erklärt Ariadne-Forscher Michael Jakob von Climate Transition Economics. Globale Importabhängigkeiten gefährden laut Autoren den lokalen Markt – besonders dann, wenn die Einfuhr eines Guts oder einer Technologie aus wenigen Ländern oder nur einem Land einen hohen Anteil am Gesamtinlandsverbrauch ausmacht.
Der Ariadne-Report des Teams von Climate Transition Economics, dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, dem Joint Research Centre of the European Commission, dem Center for Energy and Environmental Policy Research und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg zeigt auf, wie Importabhängigkeiten sich bei verschiedenen Gütern unterscheiden. Die Forschenden differenzieren zwischen Marktversagen, die zu einer zu geringen inländischen Produktion führen und solchen, die eine zu geringe Diversifizierung und damit zu geringe Resilienz zur Folge haben. Zu ersterem zählen beispielsweise die Konzentration der Produktion auf wenige Standorte, weil die Stückkosten bei höheren Mengen niedriger sind. Zweiteres geht zum Beispiel auf Informations- und Koordinationsprobleme innerhalb der Lieferkette zurück. Darüber hinaus investieren Unternehmen zu wenig in vorsorgende Lagerhaltung und diversifizierte Lieferketten, weil sie erwarten, dass in Krisenzeiten der Staat einspringt. (....)

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Quelle: Ariadne Projekt – Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH

Stichwörter: Ariadne Projekt – Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH, Handel, globaler Markt, Abhängigkeiten, grüne Energieträger, China, Gaskrise, russischer Angriff auf die Ukraine, Zusammenhänge, politische Maßnahmen, spezifisches Marktversagen

Ariadne-Report: Importabhängigkeit bei sauberen Energiegütern – Marktversagen und Politikinstrumente.

Kategorie(n): Märkte & Konjunktur, Neue Publikationen