Pressemitteilung: HAW Kiel möchte Schiffspropeller leiser machen
Schiffspropeller erzeugen Lärm, der Meeressäuger bei der Kommunikation, Nahrungs- und Partnersuche beeinträchtigt. Forschende der HAW Kiel untersuchen, ob neue Propellerentwürfe den Unterwasserlärm ohne Effizienzverluste minimieren können. Das Land Schleswig-Holstein fördert das Transferprojekt MinKav (Werkzeuge zur Minimierung der Schallabstrahlung von kavitierenden Propellern) mit 390.000 Euro. Projektstart war der 1. Januar 2026. Maßgeblich verantwortlich für die Schallemissionen der Propeller ist das physikalische Phänomen der Kavitation. Bei stark abfallendem Druck auf der Saugseite eines Propellerflügels verdampft das Wasser spontan und bildet Dampfblasen, die bei erneutem Druckanstieg implodieren. Forschung im Detail: Dampfblasen hör- und sichtbar gemacht Mit dem Phänomen der Kavitation beschäftigt sich Leonie Föhring im Rahmen ihrer Promotion am Institut für Schiffbau und Maritime Technik der HAW Kiel. Im Rahmen des nun gestarteten Transferprojekts MinKav (Werkzeuge zur Minimierung der Schallabstrahlung von kavitierenden Propellern) sollen ihre Erkenntnisse nun mit dem praktischen Propellerentwurf verknüpft werden. Hierfür nutzt Föhring den Kavitationstunnel des Schiffbauströmungslabors. Mit Unterwassermikrophon und Hochgeschwindigkeitskamera macht sie Entstehung und Zerfall der Dampfblasen an Schiffspropellern im Modellmaßstab hör- und sichtbar. „Der laute Impuls erfolgt jeweils am Ende des Blasenzerfalls. Seine Lautstärke hängt davon ab, wie rapide der Vorgang abläuft“, erklärt Föhring. „Jetzt möchten wir herausfinden, ob es grundsätzlich möglich ist, den Zerfall zu verlangsamen und wie Propeller gestaltet werden müssten, um dies zu erreichen.“ (....)
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