Nach einer starken ersten Jahreshälfte ist die EU-Wirtschaft nun in eine viel schwierigere Phase eingetreten. Die durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine ausgelösten Schockwellen wirken weltweit nachfragedämpfend und inflationstreibend. Die EU gehört aufgrund ihrer geografischen Nähe zum Kriegsgebiet und ihrer großen Abhängigkeit von Gasimporten aus Russland zu den am stärksten gefährdeten fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Die Energiekrise schwächt die Kaufkraft der Haushalte und belastet die verarbeitende Industrie. Das Geschäftsklima hat sich deutlich eingetrübt, weshalb trotz vermutlich besser als erwartet ausfallender Wirtschaftsdaten für 2022 der Ausblick für 2023 deutlich weniger Wachstum und eine höhere Inflation erwarten lässt, als es die Kommission noch in ihrer Zwischenprognose vom Sommer angenommen hatte. (....)
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Kategorie(n): Märkte & Konjunktur