Pressemitteilung: IAB-Arbeitsmarktbarometer: Der Arbeitsmarkt schrumpft

Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stagniert im Juni bei 99,6 Punkten. Die Komponente zur Vorhersage der Beschäftigung liegt erstmals außerhalb der Pandemie im negativen Bereich. Damit machen sich die Folgen des demographischen Wandels am Arbeitsmarkt zunehmend bemerkbar. Das European Labour Market Barometer tritt auf der Stelle und liegt im Juni den dritten Monat in Folge bei 100,1 Punkten.
Die Beschäftigungskomponente in Deutschland sinkt im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte und befindet sich somit unter der neutralen Marke von 100 Punkten bei 99,9 Punkten. „Die jahrelange Wirtschaftsschwäche und die wirtschaftlichen Folgen der geopolitischen Konflikte sowie die rückläufige Migration und das schrumpfende Arbeitskräftepotenzial setzen die Beschäftigung von verschiedenen Seiten unter Druck“, erklärt Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“ am IAB. Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit hingegen setzt ihre Aufwärtsentwicklung Richtung 100 fort und steigt um 0,2 Punkte auf 99,3 Punkte im Juni. Seit 2011 liegt die Beschäftigungskomponente im Mittel 3,7 Punkte höher als die Arbeitslosigkeitskomponente. Seit 2023 nähern sich beide Werte aber tendenziell an, heute liegen die Komponenten fast gleichauf. „Die demographische Schrumpfung ist endgültig am Arbeitsmarkt angekommen: Die Beschäftigung sinkt, während die Zunahme der Arbeitslosigkeit zu einem Ende kommt“, so Weber. Hinzu kommt die Wirtschaftsschwäche, die sich auch in der Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach wie vor bemerkbar macht. (....)

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Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Stichwörter: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, IAB‑Arbeitsmarktbarometer, European Labour Market Barometer, Beschäftigungskomponente, Arbeitslosigkeitskomponente, demographischer Wandel, Arbeitskräftepotenzial, Wirtschaftsschwäche, Arbeitsagenturen, Frühindikator, Arbeitskräfteknappheits‑Index

Kategorie(n): Märkte & Konjunktur

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