Der Präsident des ifo Instituts, Clemens Fuest, hat sich für mehr strategische Unabhängigkeit der EU ausgesprochen. „Da der Wohlstand in Deutschland und Europa stark auf internationalem Handel beruht, ist es hier besonders wichtig, die richtige geoökonomische Strategie für den Krisenfall zu entwickeln“, sagte Fuest auf der Münchner Sicherheitskonferenz. „Um Risiken zu verringern, sind eine Diversifizierung von Rohstoff- und Energielieferungen, die Sicherung kritischer physischer und digitaler Infrastruktur und stärkere Lagerhaltung oder das Vorhalten eigener Produktionskapazitäten im Falle von sehr kritischen Gütern wie einigen medizinischen Produkten sinnvoll.“ Ein pauschales Aufkündigen der Handelsbeziehungen zu China oder anderen autoritären Staaten oder eine Abkoppelung der EU vom Welthandel sieht Fuest hingegen kritisch: „Eine Rückverlagerung der Produktion nach Europa wäre mit hohen Kosten verbunden. Es geht einerseits darum, kritische Abhängigkeiten zu begrenzen, es ist aber ebenso geboten, die immensen Vorteile internationaler Arbeitsteilung weiterhin umfassend zu nutzen.“ (....)
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Schlagwörter: ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V., geopolitische Risiken, internationaler Handel, Krisenfall, Diversifizierung, Rohstoff- und Energielieferungen, physische und digitale Infrastruktur, Lagerhaltung, Produktionskapazitäten
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