Pressemitteilung: Industriestrompreis bremst Effizienz und Wettbewerb
ZEW-Analyse zu Stromsubventionen ab 2026 Mit einem Industriestrompreis will die Bundesregierung energieintensive Großbetriebe entlasten, riskiert damit jedoch Wettbewerbsverzerrungen und Effizienzverluste in der Industrie, wie die ZEW-Studie zeigt. Mit einem Industriestrompreis möchte die deutsche Bundesregierung energieintensive Branchen entlasten. Er soll für Großbetriebe bis zu 50 Prozent des Stromverbrauchs für drei Jahre deckeln und bei 50 Prozent des Großhandelspreises, aber mindestens 50 Euro/MWh, liegen, um die Stromkosten der begünstigten Unternehmen spürbar zu senken. Dadurch drohen aber Verzerrungen im Wettbewerb, die die Energieeffizienz und Produktivität der Industrie schwächen können. Zudem zahlen auch heute schon Unternehmen mit geringerem Strombedarf im Schnitt deutlich mehr für Strom als solche mit einem großen, wie eine neue Studie des ZEW Mannheim zeigt. „Der Industriestrompreis wirkt kurzfristig entlastend – aber solche Vergünstigungen können Unternehmen, die im selben Markt aktiv sind, sehr ungleich behandeln und damit den Wettbewerb verzerren“, sagt ZEW-Ökonom Joscha Krug, Ko-Autor der Studie und Wissenschaftler am ZEW-Forschungsbereich „Umwelt- und Klimaökonomik“. Prof. Kathrine von Graevenitz PhD, Ko-Autorin und stellvertretende Leiterin des Forschungsbereichs, ergänzt: „Wenn vor allem Großverbraucher geschützt werden, sinkt der Anreiz für diese Unternehmen, effizienter zu werden. Langfristig besteht das Risiko, dass Innovation gebremst und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland geschwächt wird. Junge und mittelständische Unternehmen haben es schwerer, sich ohne Subventionen zu behaupten.“ (....)
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