Pressemitteilung: ISL Thesenpapier 2026 - Transformation der maritimen Wirtschaft

Wie Green Growth und Postwachstum die maritime Wirtschaft verändern könnten
Zusammenfassung
Die maritime Wirtschaft steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Klimawandel, geopolitische Entwicklungen, technologische Innovationen sowie veränderte Handels- und Produktionsstrukturen verändern die Rahmenbedingungen für Häfen, Schifffahrt und hafennahe Industrien. Darüber hinaus rücken vor dem Hintergrund der Transformation zu einer klimaneutralen und nachhaltigen Wirtschaft zwei unterschiedliche Entwicklungspfade in den Fokus. Während Grünes Wachstum derzeit den dominierenden politischen Ansatz darstellt und auf technologische Innovationen sowie die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Umweltbelastung setzt, gewinnen sogenannte Postwachstumsansätze zunehmend an Bedeutung. Sie gehen davon aus, dass zur Erreichung der Klima- und Nachhaltigkeitsziele neben technologischen Innovationen auch ein geringerer Material- und Energieverbrauch erforderlich sein könnte und stellen gesellschaftliches Wohlergehen sowie Verteilungsgerechtigkeit stärker in den Mittelpunkt. Beide Entwicklungspfade haben das Potenzial, globale Handelsströme und damit die maritime Wirtschaft nachhaltig zu verändern.
Das vorliegende Thesenpapier zeigt, dass die maritime Wirtschaft aufgrund ihrer engen Verflechtung mit dem Welthandel und fossilen Energielieferketten stark von diesen unterschiedlichen Entwicklungspfaden betroffen sein könnte. Sowohl Grünes Wachstum als auch Postwachstum gehen mit einem Rückgang fossiler Energieträger einher und verändern bestehende Güterstrukturen. Gleichzeitig entstehen Chancen in den Bereichen erneuerbare Energien, alternative Kraftstoffe, kritische Rohstoffe und Kreislaufwirtschaft. Im Postwachstumsszenario könnten diese Veränderungen durch geringeren Materialverbrauch, kürzere Lieferketten und eine stärkere Regionalisierung zusätzlich verstärkt werden. Gleichzeitig beruhen viele heutige Geschäftsmodelle auf dauerhaft steigenden Güterströmen. Künftige Wettbewerbsfähigkeit dürfte jedoch zunehmend von Wertschöpfung durch spezialisierte Dienstleistungen, industrielle Integration und die Unterstützung der Energiewende abhängen. Vor diesem Hintergrund verdeutlicht das Thesenpapier die Bedeutung flexibler Strategien, um die maritime Wirtschaft auf unterschiedliche Zukunftsentwicklungen vorzubereiten (....)

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Quelle: Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL)

Stichwörter: Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL), maritime Wirtschaft, Grünes Wachstum, Postwachstum, Hafenwirtschaft, Welthandel, Lieferketten, fossile Energieträger, erneuerbare Energien, alternative Kraftstoffe, kritische Rohstoffe, Kreislaufwirtschaft

Kategorie(n): Neue Publikationen