Pressemitteilung: IWH-Insolvenztrend: Firmenpleiten auch im Juli auf sehr hohem Niveau

Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in einer heute veröffentlichten Analyse feststellt, ist die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland im Juli nahezu unverändert geblieben. Die Zahl der betroffenen Arbeitsplätze ging leicht zurück, liegt aber weiterhin deutlich über dem Vor-Corona-Niveau. Die Frühindikatoren deuten auch für die kommenden Monate auf sehr hohe Insolvenzzahlen hin.
Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland liegt laut IWH-Insolvenztrend im Juli bei 1 689 (vgl. Abbildung 1). Das sind 1% weniger als im Juni, aber 7% mehr als im Juli 2025. Im Vergleich zu einem durchschnittlichen Juli der Jahre 2016 bis 2019 – also vor der Corona-Pandemie – liegt die aktuelle Zahl um 75% höher. Die Zahl der Insolvenzen bleibt damit auf einem außergewöhnlich hohen Niveau.
Eine branchenspezifische Aufschlüsselung für insolvente Personen- und Kapitalgesellschaften wird vom Statistischen Bundesamt nicht veröffentlicht; entsprechende Daten werden vom IWH seit Januar 2020 erhoben. Im Juli gab es im Bereich unternehmensnahe Dienstleistungen sowie im Bereich Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen die höchste jemals im Insolvenztrend erfasste Zahl an Insolvenzen. Ungewöhnlich niedrig war die Zahl der Insolvenzen dagegen im Gastgewerbe. (....)

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Quelle: Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)

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Kategorie(n): Märkte & Konjunktur