Der knappe Raum im Straßenverkehr ist ein dauerhaft aktuelles Thema. Zuletzt brachten die während der Lockdowns in der Corona-Pandemie vielerorts vorübergehend errichteten Pop-up Radwege diese Diskussion wieder ins Rollen. Autofahrer fordern mehr bezahlbare Parkplätze, Radfahrer mehr und vor allem uneingeschränkte Radwege. Fußgänger wünschen sich mehr Platz zum Flanieren und gänzlich neue Verkehrsteilnehmer, wie zum Beispiel Elektroroller, sind bisher noch kaum berücksichtigt.
Diesem stets aktuellen Thema widmen sich Forschende um Prof. Dr. Nils Boysen und Dr. Konrad Stephan vom Lehrstuhl für Operations Management der Friedrich-Schiller-Universität Jena in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt. Sie arbeiten daran, urbanen Raum zu gewinnen, ohne dabei einer Gruppe von Verkehrsteilnehmern Platz wegzunehmen.