Pressemitteilung: Klimadaten aus Schiffslogbüchern
In historischen Logbüchern von Schiffen des transatlantischen Sklavenhandels stecken auch Informationen über vergangene Klimabedingungen. Um diese ungewöhnliche Datenquelle für die Untersuchung der Intertropischen Konvergenzzone zu erschließen, haben sich zwei Klimaforscherinnen des Max-Planck-Instituts für Meteorologie und eine Klimahistorikerin der Universität Bielefeld zusammengeschlossen. Die Volkswagenstiftung unterstützt das innovative Vorhaben mit dem Titel „DOLDRUMS“ mit 1,3 Millionen Euro. Etwa ein Drittel der Niederschläge auf der Erde fällt in einem schmalen Regenband innerhalb der Tropen, in der Intertropischen Konvergenzzone (ITCZ). Vorhersagen zufolge könnten sich deren Lage, Ausdehnung und Stärke durch den Klimawandel verändern – mit Folgen für die Trinkwasserversorgung von Hunderten Millionen Menschen. Um solche Vorhersagen zuverlässig machen zu können, braucht es ein Verständnis vergangener Änderungen. Die Datenlage ist allerdings dünn. Deshalb wollen zwei Klimaforscherinnen am Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) und eine Klimahistorikerin an der Universität Bielefeld gemeinsam untersuchen, ob historische Schiffslogbücher etwas über vergangene Veränderungen der ITCZ preisgeben. (....)
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