Pressemitteilung: Kurze Wege im ländlichen Raum: Projekt „ProvinzNETZ“ gestartet

Wie können Radverkehrsnetze Dörfer und Städte besser verbinden und die Lebensqualität in ländlichen Räumen verbessern? Wie lassen sich alltägliche Ziele wie Schulen, Gesundheitsversorgung, Einkaufsmöglichkeiten oder Freizeitangebote in ländlichen Gemeinden auch ohne Auto erreichen? Fragen wie diese stehen im Zentrum des Forschungsprojekts „ProvinzNETZ“.
Während der Radverkehr in deutschen Städten deutlich an Bedeutung gewonnen hat, stehen ländliche Räume weiterhin vor erheblichen strukturellen Herausforderungen: Die Entfernungen zwischen Ortschaften sind häufig groß, Radverkehrsverbindungen zwischen Dörfern sind lückenhaft oder nicht vorhanden, und der öffentliche Personennahverkehr ist nur eingeschränkt verfügbar. Infolgedessen sind viele Menschen selbst für kurze Alltagswege stark auf den privaten Pkw angewiesen. Gleichzeitig zeigen nationale Studien, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung auf das Fahrrad umsteigen würde, sofern die Infrastruktur sowie die Verknüpfung mit dem öffentlichen Verkehr verbessert würden.
Vor diesem Hintergrund wurde das Projekt ProvinzNETZ initiiert. Hierbei arbeitet das Fachgebiet Radverkehr und nachhaltige Mobilität der Universität Kassel mit der Technischen Hochschule Wildau und der Bürgerinitiative geRADeWEGs im Landkreis Gotha (Thüringen) mit dem Ziel zusammen, Dörfer durch Radverkehrsinfrastruktur zu vernetzen, um die Erreichbarkeit in ländlichen Regionen zu verbessern. Das Bundesministerium für Verkehr fördert das Projekt Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans 2030 (NRVP 3.0). Es läuft von November 2025 bis Oktober 2028. (....)

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Quelle: Universität Kassel

Stichwörter: Universität Kassel, Provinznetz, ländlicher Raum, kurze Wege, Mobilität, Forschungsprojekt, Nachhaltige Infrastruktur, Digitalisierung, regionale Versorgung, Verkehrsnetz, Alltagserleichterung, Lebensqualität

Kategorie(n): Forschung & Transfer