Pressemitteilung: Lebenszyklusbetrachtung statt CO₂-Messung nur am Auspuff
TUM-Studie zeigt substanzielle Fehlsteuerung der EU-Regulatorik im Automobil-Bereich Der interdisziplinäre Forschungsverbund der Technischen Universität München (TUM), CirculaTUM, hat seit Jahresbeginn an einer Studie zum Thema Dekarbonisierung im Automobilbereich geforscht. Die Ergebnisse der derzeit umfassendsten Studie in diesem Bereich belegen substanzielle Fehlsteuerungen in der Regulatorik der EU-Klimapolitik. Sie wurden heute, Dienstag, 1. September 2026, bei einem Pressegespräch an der TUM in München vorgestellt. • Rein batterieelektrische Fahrzeuge reduzieren die CO₂-Emissionen im Vergleich zu Verbrennern im Durchschnitt nur um 41 Prozent. Für die EU-Kommission gelten sie hingegen zu 100 Prozent als klimaneutral. • Ursache: Die EU-Regulatorik misst CO₂-Emissionen nur über Abgase. Fossiler Kohlenstoff, der in der Produktion eines Autos und über den Betriebsstrom freigesetzt wird oder beim Recycling nicht zurückgewonnen wird, wird von der EU-Verordnung 2019/631 hingegen nicht erfasst. • Die wissenschaftlich nicht begründbare Haltung der EU wird dazu führen, dass das Ziel einer Reduktion von CO₂-Emissionen im Pkw-Sektor bis 2030 von 188 Millionen Tonnen um über 100 Millionen Tonnen verfehlt werden wird. Verbrenner werden 2030 voraussichtlich noch 78 Prozent der Fahrzeugflotte ausmachen. • Die Forschenden schlagen daher einen lebenszyklusbasierten Standard zur Defossilierung vor. (....)
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