Pressemitteilung: Leistungsfähig trotz Niedrigwasser: Nordrhein-Westfalen fordert vom Bund mehr Tempo beim Flottenausbau niedrigwasseroptimierter Schiffe
Minister Oliver Krischer beim Besuch bei der HGK-Gruppe: „Wir brauchen einen verlässlichen Förderrahmen für niedrigwasseroptimierte Schiffe“ Die anhaltende Niedrigwassersituation am Rhein zeigt, wie dringend sich die Wirtschaft auf die Folgen des Klimawandels für eine der wichtigsten europäischen Verkehrsachsen einstellen muss. Schifffahrt, Häfen, Industrie und Logistik sind mit erheblichen Einschränkungen konfrontiert. Niedrige Pegelstände reduzieren die Ladekapazität der Schiffe, erhöhen die Zahl der notwendigen Transporte und setzen bestehende Lieferketten unter Druck. Wie extrem die Situation in diesem Sommer war, zeigen die Tiefststände der vergangenen Wochen: In Duisburg-Ruhrort fiel der Pegel auf 139 Zentimeter – beim extremen Niedrigwasser 2018 waren es noch 153 Zentimeter. Besonders kritisch war die Situation am Pegel Kaub, dem Nadelöhr der Rheinschifffahrt: Dort sank der Wasserstand auf nur 7 Zentimeter, nach 25 Zentimetern im Jahr 2018. Auch am Niederrhein in NRW war die Schifffahrt dadurch deutlich eingeschränkt und nur mit geringerer Abladung möglich. Inzwischen hat sich die Lage etwas entspannt, die Wasserstände sind aber weiterhin niedrig. „Niedrigwasser ist kein vorübergehendes Problem mehr, sondern eine neue Realität, auf die wir uns einstellen müssen. Wenn wir den Rhein als klimafreundlichen Güterverkehrsträger und als Lebensader unseres Industriestandorts erhalten wollen, müssen wir jetzt handeln. Dazu gehören leistungsfähige Wasserstraßen genauso wie Schiffe, die auch bei niedrigen Pegeln möglichst viel Ladung transportieren können“, sagte Verkehrsminister Oliver Krischer heute bei einem Besuch auf der Courage, einem speziell für den Einsatz bei niedrigen Wasserständen optimiertes Binnenschiff der HGK Shipping in Duisburg. (....)
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