Pressemitteilung: Manipulation von Satellitenpositionsdaten im Bahnbereich durch GNSS Spoofing und Jamming
Moderne Bahnsysteme nutzen zunehmend die Signale der globalen Satellitennavigationssysteme (engl. Global Navigation Satellite Systems, GNSS), um Züge zuverlässig zu orten. Erste Projekte zeigen, dass diese Technik grundsätzlich gut funktioniert, aber gegenüber Störungen empfindlich bleibt. Besonders problematisch sind gezielte Funkangriffe wie Spoofing, das absichtliche Aussenden von Störsignalen, und Jamming, bei dem die GNSS-Signale von einem Störsignal überlagert werden. Bei beiden wird das Satellitensignal verfälscht oder gestört. Dadurch entstehen falsche Positionsdaten oder die Ortung fällt zeitweise ganz aus. Für den Bahnbereich existieren bislang nur wenige praxiserprobte Verfahren, solche Manipulationen sicher zu erkennen oder zu verhindern. Genau an diesem Punkt setzt das Projekt an und untersucht die vorhandenen Schwachstellen sowie mögliche Schutzansätze. Ziel Das Projekt soll zeigen, wie Positionsdaten im Bahnverkehr durch GNSS-Spoofing und -Jamming manipuliert werden können. Es untersucht Methoden zur Erkennung solcher Angriffe und bewertet Schutzmaßnahmen, um die Ortungsgenauigkeit und Betriebssicherheit moderner Zugsysteme nachhaltig zu verbessern. Laufzeit, geplanter Projektstart Dauer des Projekts: 24 Monate | Geplanter Projektstart: 2. Quartal 2026 Ergebnisverwendung Die Ergebnisse sollen zeigen, wie sich Angriffe auf Satellitensignale im Bahnverkehr zuverlässig erkennen lassen. Damit können Störungen schneller bemerkt und ihre Folgen begrenzt werden. Am Ende profitieren vor allem Betrieb und Sicherheit, weil die Zugortung robuster und weniger anfällig für Manipulationen wird. (....)
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