Pressemitteilung: McKinsey-Studie: Deutsche Unternehmen sehen die Krise - aber handeln noch zu zögerlich
77 % der deutschen Führungskräfte berichten von spürbaren geopolitischen Auswirkungen auf ihr Unternehmen. Sechs von zehn Entscheider:innen spüren hohen Druck, Produktivitätsgewinne zu erzielen. Etwa ein Drittel der deutschen Führungskräfte sieht eine Zunahme der Leistungsbereitschaft ihrer Mitarbeitenden. Deutsche Unternehmen spüren den Anpassungsdruck enorm, verändern Strukturen jedoch langsamer als viele internationale Wettbewerber. Nur 26 Prozent verlagern Budgets und Talente konsequent innerhalb des Unternehmens, um strategische Prioritäten wie KI-Integration oder Prozessvereinfachung zu stärken. Das ist weniger als der globale Schnitt von 30%. Gleichzeitig berichten 77 Prozent der Führungskräfte von deutlichen geopolitischen Auswirkungen auf ihr Geschäft. Die Deutschland-Auswertung des neuen Reports „State of Organizations 2026“ von McKinsey & Company zeigt damit ein klares Spannungsfeld: Hohe Sensibilität für externe Risiken, starker Fokus auf Produktivität – aber strukturelle Hürden bei Anpassungsfähigkeit und strategischer Priorisierung. Die Analyse basiert auf einer weltweiten Befragung von mehr als 10.000 Führungskräften, darunter über 600 aus Deutschland. Ebenso viele (78 Prozent) sind allerdings auch grundsätzlich überzeugt, dass sich ihre Organisation schnell an veränderte Rahmenbedingungen anpassen kann. Ein Drittel der Führungskräfte beschäftigt sich aktuell intensiv mit der Frage, wie Wertschöpfung im neuen geopolitischen Kontext gelingen kann, zehn Prozentpunkte mehr als im globalen Durchschnitt. Als größte Hürden nennen 42 Prozent starre Hierarchien und Prozesse. Hinzu kommt häufig langfristig gebundenes Kapital in investitionsintensiven Anlagen. (....)
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