Pressemitteilung: Millionenkosten durch Drohnenvorfälle an deutschen Flughäfen in 2025

Unautorisierte Drohnenflüge an Flughäfen können den Flugbetrieb einschränken und kurzfristig zu Verzögerungen, Umleitungen oder vollständigen Betriebseinstellungen führen. Daraus entstehen in einigen Fällen wirtschaftliche Schäden in erheblicher Höhe.
Quantifizierung wirtschaftlicher Schäden durch unautorisierte Drohnenflüge an Flughäfen
Die Spannbreite der Schadensschätzungen ergibt sich zum einen aus der Berücksichtigung von durchschnittlichen Netzwerkeffekten bei Verspätungen, die die Folgekosten im Gesamtsystem verstärken. Zum anderen hängt sie davon ab, wie nicht durchgeführte Flüge interpretiert werden – also ob geplante, aber nicht beobachtete Flüge als Annullierungen gewertet werden. Es ist beispielsweise möglich, dass diese Flüge zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt wurden oder aus anderen Gründen gestrichen wurden, ohne dass dies im Rahmen der Analyse erkennbar war. (MUC = Flughafen München)
• 2025 wurden 116 relevante Drohnenstörfälle an 25 Verkehrsflughäfen erfasst.
• Der geschätzte betriebswirtschaftliche Schaden liegt bei mindestens 60 Millionen Euro.
• Besonders betroffen sind große Drehkreuze.
Störungen durch Drohnensichtungen haben den Flugbetrieb in Deutschland im Jahr 2025 spürbar beeinträchtigt, darunter mehrtägige Einschränkungen im Oktober am Flughafen München sowie ein umfassender Vorfall im Juli am Flughafen Frankfurt. Beide Ereignisse zählen zu den bislang größten Störfällen durch unautorisierte Drohnen im deutschen Luftverkehr und verdeutlichen, dass bereits einzelne Vorfälle umfangreiche betriebliche und wirtschaftliche Folgen im gesamten Luftverkehrssystem auslösen können. Eine aktuelle Auswertung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigt, dass sich der durch Drohnenereignisse verursachte Mindestschaden für die Luftverkehrswirtschaft in Deutschland im Jahr 2025 auf schätzungsweise rund 60 Millionen Euro beläuft. (....)

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Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)

Stichwörter: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR), Drohnenstörfälle, Flughafen München (MUC), Flughafen Frankfurt, Netzwerkeffekte Luftverkehr, Umlenkungskosten, Annullierungskosten, Detektions‑ und Abwehrtechnologien, Nationales Erprobungszentrum Cochstedt, unbemannte Luftfahrtsysteme, Flugsystemtechnik

Kategorie(n): Gesundheit & Umwelt, Märkte & Konjunktur