Die wissenschaftliche Grundlage ist da, nun müssen die Technologien in die breitere Anwendung. Wie der DLR Projektträger den Transfer beschleunigt. Interview von Evelyn Bargs-Stahl. Evelyn Bargs-Stahl: Im Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung findet man formulierte Ziele für die Zukunft von Energie und Mobilität. So sollen bis zum Jahr 2030 mindestens 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien kommen, 15 Millionen E-Autos auf den Straßen sein und eine Million öffentliche Ladepunkte zur Verfügung stehen. Was muss getan werden, damit wir die formulierten Ziele erreichen? Jens Erler: Die Zielsetzung der Bundesregierung in Bezug auf die erneuerbaren Energien ist eine Reaktion auf das Pariser Klimaschutzabkommen von 2015, in dem sich die internationale Gemeinschaft auf eine Begrenzung der globalen Erwärmung von zwei Grad bis 2050 im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter geeinigt hat. Für uns in Deutschland stellt die 80-Prozent-Vorgabe eine Herausforderung dar. Wenn wir hier über erneuerbaren Strom reden, meinen wir vor allem Windkraft und Solarenergie, ein bisschen Biogas, Geothermie und Wasserkraft. Vor allem in dem letztgenannten Bereich sind aber eigentlich alle potenziellen Standorte bereits erschlossen. Das heißt, die Energiewende wird hauptsächlich im Bereich Wind- und Solarkraft stattfinden. Da diese aber größeren Schwankungen unterworfen sind, besteht die große Herausforderung darin, die notwendigen Speicherkapazitäten auszubauen. Derzeit verfügen wir noch über Kohle- und Gaskraftwerke, mit denen wir Schwankungen in der Energieerzeugung kompensieren können, aber wenn wir – wie im Koalitionsvertrag vereinbart – aus der Kohle aussteigen wollen, müssen Speicher flexibel diese Energie aufnehmen können, um in Zeiten von geringer Erzeugung darauf zugreifen zu können. Gerade im Hinblick auf die aktuelle geopolitische Situation spitzt sich die Thematik zu. (....)
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Schlagwörter: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) - Projektträger, Energie, Verkehr, Technologien, breitere Anwendung
Kategorie(n): Forschung & Transfer