Pressemitteilung: „Motor am Haken“: Captrain, Liebherr und Demtech gehen neue Wege bei der Instandhaltung von Lokomotiven
Standardisierter Motorenaustausch reduziert Ausfallzeiten, senkt Kosten und erhöht Umwelt- und Klimafreundlichkeit Dortmund/Berlin, 3. September 2026 – Die Captrain Deutschland-Gruppe geht neue Wege bei der Aufbereitung und der Verlängerung der Lebenszeit von Lokomotiven. Gemeinsam mit dem Maschinenbauunternehmen Liebherr und dem Schweizer Motorenspezialisten Demtech hat die Captrain-Tochter Dortmunder Eisenbahn (DE) mit dem Projekt „Motor am Haken“ eine innovative Lösung entwickelt: Ein Liebherr-Motor wird in einen speziell vom Demtech entwickelten Rahmen eingebaut. Dieser wird dann mit neuer Kühlanlage in die Lokomotive eingesetzt, ohne dass an dieser ein Umbau nötig ist. Dieser standardisierten Austauschprozess reduziert die Standzeit der Lokomotive in der Werkstatt und damit deren Ausfalldauer erheblich. In der Fachwerkstatt der Dortmunder Eisenbahn wurde eine erste Lokomotive entsprechend umgerüstet. Zunächst können auf diese Weise dreiachsige Rangierloks der Baureihe MaK G 76x C modernisiert werden. Perspektivisch ist angedacht, das Angebot auf weitere Baureihen auszuweiten. Bislang mussten die Originalmotoren repariert und aufbereitet werden, ein Vorgang, der nicht nur extrem aufwändig und zeitintensiv ist, sondern den Verschleißprozess nur verlangsamen, aber nicht aufhalten kann. Hinzu kommt, dass für viele Motoren älterer Rangierlokomotiven kaum oder gar keine Ersatzteile mehr verfügbar sind. Das Ergebnis: Die Instandhaltung ist sehr teuer und kann bis zu einem Dreivierteljahr dauern, in dem die Lokomotive nicht eingesetzt werden kann. (....)
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