Pressemitteilung: Österreichs Abhängigkeit bei Öl – 94 Prozent durch eine Pipeline, 52 Prozent über einen Hafen

Forschende des Complexity Science Hub (CSH) und des Supply Chain Intelligence Institute Austria (ASCII) haben Österreichs Abhängigkeit bei der Ölversorgung analysiert und drei Krisenszenarien durchgespielt. Das Ergebnis: Nahezu das gesamte in Österreich verwendete Erdöl fließt durch eine einzige Pipeline. Bei einem anhaltenden Ausfall würden die strategischen Reserven innerhalb weniger Monate erschöpft sein.
Wien, am 28. April 2026 – 94 Prozent des in Österreich verbrauchten Rohöls gelangen über die Trans-Alpine-Pipeline (TAL) ins Land – vom Meeresterminal in Triest bis zur Raffinerie Schwechat südöstlich von Wien. Die restlichen sechs Prozent stammen aus der heimischen Produktion am Ölfeld Matzen. Die TAL ist damit der mit Abstand kritischste Infrastrukturpunkt der österreichischen Energieversorgung.
Wie verletzlich diese Konstellation ist, zeigte sich am 25. März 2026: Ein beschädigter Strommast bei Udine legte den Ölfluss für drei Tage lahm. Italienische Behörden ermitteln wegen möglicher Sabotage. Etwa 52 Prozent des österreichischen Öls stammt aus Kasachstan. Es gelangt über die CPC-Pipeline zum russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk und von dort per Tanker nach Triest. Ukrainische Drohnenangriffe haben in den vergangenen Wochen den russischen Exportterminal in Noworossijsk mehrfach getroffen – die kasachischen CPC-Exportanlagen blieben bislang unbeschädigt. (....)

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Quelle: Supply Chain Intelligence Institute Austria (ASCII)

Stichwörter: Supply Chain Intelligence Institute Austria (ASCII), Ölversorgung, Trans‑Alpine‑Pipeline, kritische Infrastruktur, strategische Reserven, Versorgungsszenarien, Energieabhängigkeit, Importausfälle, Lieferkettenrisiken, IEA‑Reservefreigabe, Versorgungssicherheit

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Kategorie(n): Märkte & Konjunktur