Beim German-Latvian Port Forum in Lübeck haben Vertreterinnen und Vertreter aus Häfen, Wirtschaft und Politik die Sicherheit in der Ostsee als zentrale Voraussetzung für stabile Lieferketten, belastbare Hinterlandanbindungen und Europas strategische Handlungsfähigkeit hervorgehoben. Im Mittelpunkt standen die Offenheit der Seewege, der Schutz kritischer Infrastruktur sowie die Weiterentwicklung resilienter Korridore im Ostseeraum. Die Sicherheit in der Ostsee ist aus Sicht der Beteiligten zu einer Schlüsselfrage für Häfen, Lieferketten und die Resilienz Europas geworden. Diese Einschätzung prägte das German-Latvian Port Forum in Lübeck mit rund 100 Teilnehmenden. Vertreterinnen und Vertreter aus Deutschland und Lettland machten deutlich, dass offene Seewege, widerstandsfähige Hafenstrukturen und verlässliche Hinterlandverbindungen heute enger zusammengehören denn je. Dr. Andreas Fahrner, Bereichsleiter Auswertung im Bundesnachrichtendienst (BND), beschrieb die sicherheitspolitische Lage deutlich. „Die Ostsee und die Ostseehäfen müssen offen bleiben“, forderte er. Zugleich warnte Fahrner: „Wie einfach sich maritime Routen schließen lassen, sehen wir etwa an der Straße von Hormus. Das darf sich in der Ostsee nicht wiederholen.“ Er verwies zudem auf die anhaltend hohe Zahl der Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur, hybride Bedrohungen und die damit verbundene Notwendigkeit geopolitischer Resilienz. Prof. Dr. Sebastian Jürgens, Geschäftsführer der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG), knüpfte daran an: „Für uns ist der lettisch-deutsche Hafentag besonders wichtig, weil wir dabei die langjährigen Beziehungen zu unseren Partnern weiter ausbauen können. Diesmal haben wir uns auf die gemeinsame Weiterentwicklung der resilienten Korridore konzentriert.“ Zugleich betonte er die gemeinsame strategische Ausrichtung: „Wir entwickeln unsere Korridore nicht nur für die Verlader, sondern auch die Verteidigungsindustrie und die Energiewirtschaft.“ (....)
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